Es ging rund zur langen Flingern Nacht
Vor manchen Geschäften haben die Besucher in langen Schlangen gewartet. In allen Straßen erklang Live Musik oder Djs sorgten für die rechte Partystimmung. Am Donnerstagabend, 26. Mai 2011, wandelte sich Flingern wieder zu einem mediterranen Urlaubsort und es war so voll wie noch nie. Weder der plötzliche Temperatursturz noch Nieselregen und Windböen hielten die Besucher ab. Mittlerweile gibt es Fangemeinden für Flingern at night, die sich zum kollektiven Nachtbummel im Stadtteil verabreden. Zum fünfjährigen Jubiläum luden 80 Geschäfte, Galerien und Ateliers ein - ein neuer Rekord.

Viele neue Läden waren zum ersten Mal dabei. Ein Publikumsmagnet war das Sylverhoven Deliziös auf der Lindenstraße/Ecke Hoffeldstraße. Wer hier eine Bratwurst ergattern wollte, musste lange Wartezeiten in Kauf nehmen. „Ich habe meinen Hund mit zum Bummel genommen. Zum Glück ist meine Freundin mit dabei. Die nimmt dann den Hund, wenn ich in ein Geschäft gehe. Ich habe sonst Angst, dass die Leute ihm auf die Pfoten treten.“, sagte eine junge Frau, die gerade aus Lieblingsstücke kam. „Bei mir begann der Abend schon um 16 Uhr.“, erzählte Fatinha Hollstein von Butik. Bei anderen wiederum kam der erste Ansturm ab 19 Uhr. Die Regenbogen Buchhandlung musste Tage vorher schon vielen Besuchern telefonisch Auskunft geben, um wie viel Uhr die Gruppe Pogo Mischpoke aufspielt. Ausgelastet waren alle. Und die Menschen kamen nicht nur um zu gucken, sie kauften und trugen fort, was sie mit zwei Händen tragen konnten. Voll war es bei Christophe-Emmanuel Bouchets in seinem Atelier Verrückte Liebe. Hier trafen sich die Liebhaber seiner Kunst. Ein Ausschnitt aus einem seiner Bilder ist auf dem diesjährige Flyer und Plakat zu sehen. Auch Annelies Böcker, Flingerns Bezirksvorsteherin und Schirmherrin von Flingern at night mischte sich mit ihrer Tochter unter die Besucher.
Und weil es so schön war und noch viele Menschen im Stadtteil bleiben wollten, war um 24 Uhr noch lange nicht Endzeit. „Die letzten Gäste kamen zu uns um 2 Uhr morgens.“, sagte Harwig Fricke vom LaVinesse am nächsten Tag.
Impressionen Flingern at night 2011

Flingern at night 2011, die Fünfte
Bereits zum fünften Mal jährt sich Flingerns Frühlingsevent. Am Donnerstag, 26. Mai 2011, ist es soweit. Zu Flingern at night wandelt sich der Stadtteil wieder in einen mediterranen Urlaubsort –Nachtbummel und kommunikatives Zusammensein auf den Straßen und vor und in den Läden.
78 Geschäfte, Ateliers, Galerien und Praxen rund um Acker-, Beethoven-, Birken-, Bruch-, Hoffeld- und Lindenstraße und Grafenberger Allee sind dabei. Nicht mitgerechnet die Läden, die sich nicht beteiligen, aber Jahr für Jahr das Event für die eigene Darstellung gerne nutzen und bis tief in die Nacht geöffnet haben. Den Gemeinschaftsgedanken aufgegriffen haben auch in diesem Jahr wieder die Gemeinden der Elisabeth- und Liebfrauenkirche am Anfang und Ende der Ackerstraße. Sie läuten den Abend um 19.15 Uhr ein und bieten Flingerns Besuchern und Bewohnern besinnliche Momente im allgemeinen Trubel. Zum ersten Mal mit dabei das ASG Bildungsforum auf der Ackerstraße und natürlich die vielen Geschäfte, die neu eröffnet haben.
Alle haben sich wieder etwas Besonderes ausgedacht. Für die Besucher gibt es Erdbeerbowle, Wein und kühle Mixgetränke und an vielen Stellen Live Musik .Die Regenbogen Buchhandlung auf der Lindenstraße zum Beispiel lädt zu Klezmerklängen der Gruppe „Pogo Mischpoke“ ein. Die Pechmarie auf der Ackerstraße veranstaltet einen schrillen Karaokeabend mit anschließender Prämierung des besten Sängers oder Sängerin und zeigt eine Lichtinstallation im Hinterhof. Café Lotte gibt sich ganz amerikanisch mit Hot Dogs, Spare Rips, Budweiser und Harley Davidson. Im türkischen Hamam wird aus dem Kaffeesatz gelesen und… und… und…
Schirmherrin der Veranstaltung ist unsere Bezirksvorsteherin Annelies Böcker.
"Zum Kaffeesatzlesen auf die Birkenstrasse, maßgeschneiderte Abend-und Tagesmode auf der Ackerstrasse, phantasievoller Modeschmuck, internationale Gastronomie oder Läden für individuelle Wohnungeinrichtungen - als Beispiele für 78 Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleister und Institutionen wie z.B.das ASG-Bildungsforum, die am Donnerstag, den 26.Mai in Flingern ihre Pforten bis 24 Uhr öffnen und sich gemeinsam im Stadteil und mit dem Stadteil vorstellen.
Um 19:15 Uhr werden die Glocken der neu beleuchteten Elisabethkirche und der Liebfrauenkirche läuten und eine festliche Stimmung erzeugen. Flingern at night - individuell, jenseits der Massenware.
Mit Freude habe ich die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen. Ich danke für das Engagement der Beteiligten und wünsche viel Erfolg."
Annelies Böcker
Bezirksvorsteherin Düsseltal/Flingern
Und wer "flingern at night 2010" in bewegten Bildern sehen möchte, voilá:
Flingern at night die Vierte und jedes Mal werden es mehr. Es ist wieder so weit. Am Donnerstag, 27. Mai 2010, laden 75 Geschäfte, Ateliers, Galerien und Gastronome auf Acker-, Beethoven-, Birken-, Hermann-, Dorotheen-, Hoffeld-, Lindenstraße und Grafenberger Allee in Flingern zum Nachtbummel ein. Unter dem Motto „einkaufen, feiern, genießen“ gibt es auch in diesem Jahr wieder besondere Angebote, Aktionen, Modeschauen, Performances, live Musik und Überraschungen für Gäste und Besucher. Alle teilnehmenden Geschäfte werden in den nächsten Tagen in Wort und Bild vorgestellt.
Und zu guter Letzt für euch noch ein Bonbon: Kamera mitnehmen, Fotos bei "Flingern at night" schießen und bis zum 30. Mai 2010 hier bei facebook hochladen. Die beiden Fotos, die bis zum 10. Juni 2010 die meisten "Mag ich" (Like) haben, gewinnen. Für den Erstplatzierten ein 100,- € und für den Zweitplatzierten eine 50,- € Vergütung! Der- oder diejenige können dann bis zu dieser Summe nach Herzenslust bei den auf dem Flyer aufgeführten Teilnehmern bis zum 8. Juli 2010 auf den Putz hauen. Gegen Vorlage der Rechnung(en)/Quittung(en) erfolgt die Auszahlung bis zur Höhe der jeweiligen Gewinnsumme. Also Flyer nicht vergessen! Ausgeschlossen sind Mitarbeiter und Inhaber der Teilnehmer.
Impressionen von "Flingern at night - 2010"
Ostern ist vorbei und was kommt jetzt? Natürlich Flingern at night!
Am 27. Mai 2010 ist es wieder so weit. „Flingern at night“ jährt sich zum vierten Mal. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Geschäfte, Ateliers und Locations laden zum Nachtbummel bis 24 Uhr ein. Die ersten Teilnehmer auf Acker-, Beethoven-, Birken-, Flur-, Hermann-, Hoffeld-, Lindenstraße und Grafenberger Allee werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Flingern freut sich auf seine Gäste und Besucher.

Noch 17 Tage bis Frühlingsanfang in Flingern!
Und wenn wir von Frühlingsanfang sprechen, dann meinen wir nicht den meteorologischen oder den phänologischen Frühlingsanfang, sondern den ganz genauen astronomischen und der liegt in unseren Breiten in diesem Jahr auf dem 20. März 2010 um 18.32 Mitteleuropäischer Zeit. Aber was ist der astronomische Frühlingsanfang?
Der astronomische Frühlingsanfang ist genau der Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator, den an den Himmel projizierten Erdäquator, schneidet. Zu diesem Zeitpunkt sind Tag und Nacht gleich lang. Dieser Zeitpunkt kann in den Jahren variieren, denn er ist abhängig von der Drehung der Erde um die Sonne und um die eigene Achse. Die Erde braucht ein Jahr, um die Sonne zu umrunden und einen Tag, um sich um die eigene Achse zu drehen. Die Erdachse steht aber schief zur Sonnenumlaufbahn, so dass die Sonne mal unterhalb, mal oberhalb des Himmelsäquators steht. Steht sie unterhalb, sind die Nächte länger auf der nördlichen Erdhalbkugel, steht sie oberhalb, sind die Tage länger. Schneidet sie den Himmelsäquator, sind Tag und Nacht gleich lang bei uns. Und da Erdumdrehung und Sonnenumdrehung nicht exakt zusammenpassen, verschiebt sich der Schnittpunkt in den jeweiligen Kalenderjahren und damit auch der Frühlingsanfang. Mal nur um Stunden, mal um einen Tag.
Bald haben wir es geschafft: lange Tage, laue Nächte, grüne Bäume, „blühende Landschaften“ und Flingern at night.
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Noch 85 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 3 Tage bis Rosenmontag!
Die Stadt ist fest im Griff der fünften Jahreszeit.
Das Motto lautet: JECK – WE CAN

Noch 104 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 27 Tage bis zur Flin Premiere
Die Wirtschaftswunder - Revue - Die Sweethearts
Virtuos und mitreißend - das Lebensgefühl einer heilen Welt zwischen Teenagerträumen, Wirtschaftswunder und Putzfimmel.
Mit charmantem Wortwitz, gewürzten Conferencen, Reimen und Sketchen zwischen Nierentisch und Petticoat, singt und spielt sich das TRIO immer wieder in die Herzen des Publikums. Horst Lichter meint: "sensationell!"
Sonntag, 28. Februar 2010, 19:00 Uhr
Neue Bühne Düsseldorf e.V. - Theater FLINgern
Ackerstr. 144
40233 Düsseldorf
www.theaterflin.de

Noch 114 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 2 Tage bis
Montag, 25. Januar 2010
22.15 Extra - Das Magazin, RTL
Ein Team von RTL hat sich der Gaststätte Walldorf auf der Flurstraße 19 in Flingern angenommen und dem Lokal mehr „Pfiff“ verordnet. Authentizität „Ja“, aber frischer im Ausdruck. Am Montag können Sie das Ergebnis im RTL Magazin von Birgit Schrowange begutachten.

Noch 123 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 70 Tage bis
What’s up in Flingern?
Das Flingern Magazin
Drei Mal im Jahr erscheint das Magazin, in dem sich alles um Flingern dreht. Das Besondere: Es wird von dem jeweils darin vorgestellten Künstler handsigniert. Ein Novum und sicherlich auch einzigartig unter allen erhältlichen Magazinen, aber nicht der einzige Grund, warum das Booklet gesammelt und mittlerweile auch abonniert wird. Zu finden ist es in Flingerns Geschäften, wird aber auch über ganz Düsseldorf verteilt und ist selbst in Köln vertreten.

Noch 129 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 4 Tage bis zur Premiere
„Das gönn ich EUCH!!! – Christioph Sieber!
Donnerstag, 14. Januar, 20.00 Uhr
Neue Bühne Düsseldorf e.V. - Theater FLINgern Ackerstr. 144
Der Kabarettist der nächsten Generation - pointenreich + gnadenlos gut.
Er führt Boshaftigkeiten im Munde und setzt die Pointen rasierklingenscharf und treffend. Ein Abend mit Christoph Sieber ist Kabarett, wie es sein soll - eine szenische Achterbahnfahrt aus brillanter Sprache und Gestik.

Noch 136 Tage bis Flingern at night 2010!
Zur Zeit!
Der Winter hält Mensch und Tier in seinem Griff. Also Auto stehen lassen und auf einem Winterspaziergang das eisige Vergnügen auf sich wirken lassen, so häufig fällt die weiße Pracht in Flingern nicht. Den Winter nehmen wie erkommt und genießen, wie anscheinend der junge „Spring ins Feld“.

Noch 143 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 4 Tage bis Neujahr!
Wir wünschen allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2010.

Noch 150 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 4 Tage bis Weihnachten!
Wir wünschen allen frohe, vor allen Dingen entspannte Weihnachtsfeiertage und dass jeder an diesen Tagen das findet, was er sucht.

Noch 158 Tage bis Flingern at night 2010!
Noch 11 Tage bis Weihnachten!

Noch 165 Tage bis Flingern at night 2010!
Stadtteilleben Flingern
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Flingern ist im Gespräch und das nicht nur in Düsseldorf. Wenn man heute von Flingern spricht, dann spricht man hauptsächlich von Flingern Nord und vergisst dabei leicht, dass sich hinter diesem Begriff zwei Stadtteile verbergen: Flingern Süd und Flingern Nord. Beide Stadtteile haben ihre eigene Geschichte und haben sich unabhängig von einander entwickelt. Flingern Süd ist ein Stadtteil mit großen, ehemaligen Industrieflächen, in direkter Nachbarschaft zu Oberbilk, durchzogen von endlosen Straßen, an denen die ehemaligen Werkswohnungen der Großindustrie liegen, die bereits in den 70er Jahren mit Ausnahme der Stadtwerke ihre Standorte in Düsseldorf Flingern aufgegeben hat. In Flingern Süd gibt es kein verbindendes Einkaufszentrum, auch wenn hier Großveranstaltungshäuser wie das Capitol oder das tanzhaus nrw in einem alten ehemaligen Straßenbahndepot liegen. Der Stadtteil ist im Auf- und Umbau und muss sich nach seiner industriellen Vergangenheit erst wieder neu definieren.
Flingern Nord hingegen hat es geschafft, ein individuelles, kleinzelliges Einkaufszentrum zu schaffen mit Geschäften für den täglichen Bedarf, großen und kleinen Galerien, Künstlerateliers, Geschäften von Mode- und Schmuckdesignern, Handwerkerwerkstätten, Geschäften mit Angeboten fernab vom Mainstream und einem eigenen Stadtteiltheater, dem Theater Flin.
Was Flingern Nord besonders reizvoll macht, ist das Nebeneinander von Alteingesessenen und neu Hinzugekommenen. Dabei sind es gerade die Alteingesessenen, die dem sonst so glatten Gesicht von Flingern Nord, Linien und Konturen verleihen und um so wichtiger wird es für Düsseldorfs Stadtväter dafür zu sorgen, dass diese Menschen dem Stadtteil erhalten bleiben.
Unter Stadtteilleben hält einkaufen-duesseldorf-flingern Sie auf dem Laufenden. In der Hauptsache über Flingern Nord, denn hier bewegt es sich am meisten.Wir berichten über Neueröffnungen in der Gastroszene, über Ateliers, Galerien, Geschäfte und Veranstaltungen ebenso, wie über das alltägliche Leben auf den Straßen des Viertels, über seine Bürger, Initiativen und politische Entscheidungen, die den Stadtteil betreffen.
Stadtteilleben aktuell
Blickpunkte Flingern 2005
in Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Lesungen, Life Musik, Modekoll, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge

- Die Antworten auf alle Fragen liegen in dir!
- Ein vielseitiges Talent
- Mixed-Media-Technik künstlerisch gestaltet
- Get together nicht nur online
- URSBOB: weniger ist mehr
- Adolphs, ein Synonym traditioneller Buchbindekunst
- Otto Kunze, ein Mann der bleibenden Werte
- Blaue Stunde in den Stadtwerken Düsseldorf
- Alte Kulturen neu wieder belebt
- 75 Kubik: Klein aber fein
- Leben ist Wandel, Stabilität ist Illusion
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Die Antworten auf alle Fragen liegen in dir! (16. August 2005)
Tarotkarten führen zu sich selbst
(edf) Vielfalt statt Einfalt ist das Motto von einkaufen-duesseldorf-flingern und Vielfalt statt Einfalt hat gerade Flingern reichlich zu bieten. Von Mode-, Schmuck- und Designerstores über Ateliers, Galerien, kleinen Cafés und Restaurants, hier in Flingern gibt es ein buntes, interessantes Angebot, für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel. Aber es sind nicht nur die vielen kleinen Geschäfte, die Flingern so interessant machen, es ist auch die Vielzahl an Workshops, Kursen und Beratungsangeboten, die in diesem Stadtteil für Bewegung, aber auch für Hilfe sorgen.
Wir lernten Gary Czychi über unsere Arbeit eher zufällig kennen. Gary legt Tarotkarten. Seit 1989 beschäftigt er sich mit dem Tarot. Anfangs nur für den persönlichen Gebrauch, später begann er für andere zu legen und baute es, motiviert durch die ausschließlich positive Resonanz, weiter aus. Ein bis zwei Stunden dauert ein Beratungsgespräch. Jeder erhält einen Ausdruck des Tarot-Layouts mit der Bedeutung der Karten bezogen auf die konkrete Fragestellung.
Wer zu ihm kommt, kann zwischen drei Tarotdecks wählen. Gary Czychi arbeitet sowohl mit dem Rider-Wait als auch mit dem Osko-Zen und Morgan-Greer Tarot. Die Symbolik beziehungsweise der Zugang zu ihr ist bei den verschiedenen Sets zwar unterschiedlich, aber die Antwort ist bei allen die gleiche. Es liegt beim Fragenden, welches Set ihm am meisten zusagt.

Zu ihm kommen Menschen, wenn sie in einer intensiven oder schwierigen Lebenssituation stehen und sich fragen, warum diese Situation aktuell ist. Was die Gründe dafür sind und was man tun kann, um diese Situation zu verändern. Ach, ein Kartenleger. So einer, der Hokuspokus mit Karten macht? Nein, Gary Czychi legt keine Karten, so wie man es sich vielleicht landläufig vorstellt. Er gibt keine Zukunftsaussagen. Er beantwortet keine Fragen wie "Wie sieht das nächste halbe Jahr in Bezug auf Liebe, Geld oder Karriere aus" oder "Wie bekomme ich ihn/sie zurück".

Er beantwortet keine Fragen, die sich auf eine Vergangenheit oder auf Dritte beziehen. Gary Czychi versteht seine Kartenlegungen als Werkzeuge, die jedem helfen, sein volles Potential zu entfalten.
Seien wir mal ehrlich zu uns selbst. Geraten wir in eine unangenehme oder unübersichtlich schwierige Situation und wissen nicht mehr weiter oder fühlen uns unwohl, dann sind wir immer ganz schnell mit der Ursache bei der Hand. Nicht wir haben uns dahinein gebracht, andere haben sie verursacht, getreu dem Motto: "Gott erhalte uns unsere Umwelt, damit wir nicht daran schuld sind." Sehr selten kommen wir zu der Einsicht, dass subjektive Entscheidungen und Lebenseinstellungen unseren Lebensweg bestimmen. Dass eine Veränderung niemals von außen sondern immer nur von innen kommen kann. Dass wir uns in eine bestimmte Situation gebracht haben und dafür auch Eigenverantwortung übernehmen müssen.
Und wer vielleicht mal die Karten befragen ließ und über eine Kartenlegung die Lösung seines Problems oder seiner Probleme erhoffte, befragte er die Karten nicht in erster Linie, um diese Eigenverantwortung wieder einmal abzutreten und sei es nur an Kartenbilder? Erhoffte er nicht wieder eine Antwort und eine Lösung von außen?

Für Gary Czychi stellt das Layout, das heißt wie die Karten gezogen und gelegt werden, den Rahmen dar. Jede Frage beziehungsweise jedes Thema, hat ein bestimmtes Layout, in dem die Kartenbilder, so wie sie gezogen und gelegt wurden, einen Hinweis auf die Beantwortung der Frage geben. Sie sind sozusagen wie ein Spiegel der Seele. Ihre Bilder rufen Assoziationen hervor und enthüllen darüber Bedeutungen. Czychis Tarot gibt dem Fragenden keine Verhaltensvorschriften oder sagt ihm, was er zu tun habe oder was auf ihn zukommt, aber es beleuchtet die Ursachen für entstandene Probleme oder Schwierigkeiten, schärft das Bewusstsein für die verborgene Motivation eigenen Tuns und zeigt damit Wege aus den mannigfaltigen Verstrickungen des Alltags.
Ein vielseitiges Talent (16. August 2005)
Isabel Beyermann
(edf) Vor einigen Wochen stellten wir Jan Adolphs vor, einen Meister traditioneller Buchbindekunst. Heute ist es Isabel Beyermann, die Goldschmiedin, mit der er in einer Werkstattgemeinschaft das Atelier blattgold auf der Hermannstraße 28, in Düsseldorf-Flingern, betreibt.

Beide sind nicht nur Geschäfts- sondern auch Lebenspartner, denn wie so oft im Leben hat sie der Zufall oder auch die Vorsehung zusammengeführt, als Isabel Beyermann seinerzeit zu ihm kam, um ihre Diplomarbeit "Feuer und Wasser" binden zu lassen und mit ihren konkreten und ungewöhnlichen Vorstellungen seine Buchbindekunst, aber auch sein Nervenkostüm herausforderte, damit dieses ausgefallene, ganz besondere Buch Gestalt annehmen konnte.

In diesem Buch sind ihre Entwürfe zu Stahlemail Arbeiten festgehalten, die sie in wunderschönen Broschen realisiert hat. Jeder Entwurf wurde inspiriert von einem Gedicht. Und so findet man in diesem Buch zuerst das Gedicht auf Pergament gedruckt, dann die verschiedenen Entwürfe dazu, die schließlich in der realisierten Arbeit zeichnerisch festgehalten sind.

Eine ganze Weile widmete sie sich dieser Arbeitstechnik und schuf zusammen mit ihrem Vater, einem Künstler, der Stahlemail in seinen Arbeiten umsetzte, einige sehr interessante Werke wie zum Beispiel das große Wandbild "Die vier Elemente", das die Bibliothek des Ursulinenklosters in Niederaltaich ziert.
Aber und das ist vielleicht typisch für sie, so wenig wie sie ihr Buch zeigt, so wenig erwähnt sie, dass sie Diplomdesignerin ist.
Sie kann sich nicht vorstellen, dass Menschen an ihren vergangenen Leistungen interessiert sind. Stattdessen lässt sie ihre Arbeiten sprechen. Und sie ist nicht nur Goldschmiedin und Designerin, sie ist auch eine ekzellente Zeichnerin, die akribisch in aufwendigen, feinen Buntstift- oder Aquarellzeichnungen Schmuckstücke, Schmucksteinmaserungen und Intarsienarbeiten festhält.
Es war ihr Zeichentalent, das ihr damals die Lehrstelle zur Goldschmiedin verschaffte, denn ihr Lehrmeister nutze es, um seine Schmuckentwürfe darzustellen.

Und dass sie Goldschmiedin werden wollte, stand für Isabel Beyermann bereits als kleines Mädchen fest. Es sind die feinen Arbeitsgänge, für die man ein besonderes Fingerspitzengefühl braucht, die sie an diesem Beruf so faszinierte und auch heute noch fasziniert.
Aber ein Goldschmied braucht nicht nur besonderes Fingerspitzengefühl, er muss auch sägen, feilen, löten und hämmern können und so mancher zufällig vorbeikommende Passant blieb schon erstaunt vor den Geschäftsräumen stehen, wenn die Goldschmiedin an einem Schmuckstück arbeitete, weil er es bis weit auf die Hermannstraße hämmern und sägen hörte.

"Den größten Teil meiner Arbeitszeit verbringe ich mit der Ausführung von Auftragsarbeiten", erzählte uns Isabel Beyermann. "Es ist immer wieder spannend, wenn ein Schmuckstück realisiert wird. Ein Kunde kommt mit einem Wunsch oder einer Vorstellung zu mir. Aber von der Vorstellung bis zur Realisation ist es oft ein langer Weg. Nicht jedes Schmuckstück passt zu jedem Menschen. Und so setze ich nicht nur Vorstellungen in Entwürfen um, sondern berate meine Kunden, bis das Schmuckstück Ausdruck der Persönlichkeit seines Trägers ist oder die Persönlichkeit seines Trägers unterstreicht."

Bis auf den geätzen Aluminiumschmuck, das sind Ringe, die mit Ornamenten aus aller Welt versehen sind und deren Material vor der Bearbeitung in eine Form gegossen wird, montiert sie ihren Schmuck selber.
Aus Gold, Silber, Edelsteinen, Halbedelsteinen und Perlen schafft sie wunderschöne Schmuckstücke, die durch eine stilsichere, schnörkellose Form bestechen.

In den Geschäftsräumen auf der Hermannstraße 28, aber auch auf der website "blattgold-duesseldorf.de" findet man eine Auswahl ihrer frei hergestellten Arbeiten.
Mixed-Media-Technik künstlerisch gestaltet (29 Juli 2005)
Alexander Kirberg zeigt in seiner Galerie interessant gestaltete Kunstobjekte
(edf) Art meets design, so heißt die kleine Galerie und das kleine Geschäft, das Alexander Kirberg auf der Ackerstraße 107 in Flingern betreibt, etwas abseits vom eigentlichen Zentrum des Szeneviertels Flingern, zwischen Hermannstraße, Ackerstraße und Dorotheenstraße auf der einen Seite und Dorotheestraße, Ackerstraße und Hoffeldstraße auf der anderen Seite gelegen, in dem Mode- und Schmuckdesigner, Galerien und kleine, exklusive Geschäfte ihre Räume eröffnet haben.

Alexander Kirberg ist ein Solinger Fotodesigner und Künstler, der neben seiner Galerie im alten Fahrkartenschalterhäuschen in Rheinberg auf der Kuhstraße 20 auch diese kleine Galerie in Düsseldorf-Flingern betreibt, in der er seine Arbeiten ausstellt und verkauft.
In der Hauptsache ist er in Auftragsarbeiten großer Firmen tätig, für die er Räume künstlerisch gestaltet oder deren Messestände er ausstattet, aber darüber hinaus arbeitet er auch für Privatpersonen und gestaltet für sie Bilder ihres privaten Umfeldes nach einer gewissen Vorgabe, aber immer mit der künstlerischen Freiheit, die notwendig ist, um einer Arbeit den besonderen, einmaligen Ausdruck zu geben.
Dabei bewegt sich Alexander Kirberg im Grenzgebiet zwischen Fotografie, Malerei und Grafik, wobei der Ausgangspunkt das Foto ist, das er in seiner ureigenen Mixed-Media-Technik auf andere Träger wie Acryl, Metalle oder Leinwand transferiert und mit Elementen wie Collagen, Drucken und malerischen sowie zeichnerischen Techniken ergänzt und verändert.

Alexander Kirberg ist seit 2002 als selbständiger Diplom Fotodesigner im Bereich konzeptionelle Fotografie und Industriedesign und bereits seit 1994 als freischaffender Künstler tätig.
Von 1994 bis 1996 besuchte er die Höhere Berufsfachschule für Gestaltung mit Schwerpunkt Medien/Kommunikation in Wuppertal. Im Anschluss daran studierte er an der Fachhochschule Dortmund visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Fotodesign, die er 2002 mit dem Diplom verließ. Während seines Studiums belegte er unter anderem Seminare der experimentellen Gestaltung und Illustration bei den Professoren Margareta Hesse (Malerei), Harald Becker (Malerei) und Jörg Jockheck (Objekt).
Schon ab 1999 nahm er an vielen Wettbewerben und Ausschreibungen teil, unter anderem an der Ausschreibung des Marienkrankenhauses in Wickede/Wimbern an der Ruhr zur Fassadengestaltung, bei der er den dritten Platz belegte oder am Wettbewerb Verzahnungen ausgeschrieben durch die Firmen Klingelnberg Söhne GmbH, Liebherr-Verzahntechnik GmbH und Oerlikon Geartec AG, bei dem er den zweiten Platz belegte.

Für viele Industriefirmen war Kirberg seit 2002 tätig, so zum Beispiel für die Firmen Klingenberg und Liebherr, zwei Firmen für die er auf der EMO 2005 eine Kunstgalerie gestaltete, um die Firmen auf der Messe vorzustellen oder für die Firma Alfred Kron GmbH, für die er das Foyer und den Besprechungsraum neu inszenierte. Darüber hinaus hat er für eine Vielzahl anderer Firmen sein Projekt "Transfer_Räume" verwirklicht, ein Projekt, das Elemente der Malerei, des Objekts und der Fotografie miteinander verbindet und sie inszeniert wie auf einer Bühne. Als Projektionsfläche dienen dabei Stahlbleche, die zuerst mit einer Lackmischtechnik behandelt werden und dann mit Fotografien überzogen werden. Aber es werden nicht nur Stahlbleche als Grundlage seiner künstlerischen Arbeiten eingesetzt. Kirberg arbeitet auch auf Leinen oder Fotopapier. Seit er seine Galerie in Flingern eröffnet hat, nimmt er regelmäßig an den Düsseldorfer Kunstpunkten teil

Seine Arbeiten können sie jeden Donnerstag in seiner Galerie auf der Ackerstraße in Düsseldorf- Flingern zwischen 15:00 bis 20:00 Uhr sehen. Es lohnt sich. www.fotoartdesign.de
Get together nicht nur online (19 Juli 2005)
Flingerns schönstes Internet-Café

Seit März 2005 hat Flingern ein neues Internet-Café: "get together" Und dieses Internet-Café ist etwas ganz Besonderes, denn die Betonung liegt auf Café.
Und damit unterscheidet es sich von allen anderen. Im "get together" ist es familiärer, gemütlicher, heller, freundlicher. Hier kann man nicht nur ins Internet gehen, sondern auch gemütlich bei Kaffee, Kuchen, Wein und anderen Getränken beisammen sitzen und klönen. Der Kuchen wird jeden Tag frisch in ausreichender Auswahl gebacken.

"Wir haben Gäste, die ihren Computerarbeitsplatz zu uns verlegt haben, nicht nur, weil sie sich bei uns wohl fühlen, sondern auch, weil sie mit viel geringerem Kostenaufwand Internetrecherchen oder ihre Arbeit erledigen können", sagte uns die Inhaberin, Susan Farkhondeh.

Neun volleingerichtete Computerarbeitsplätze mit Internetanschluss gibt es hier. Auffallend ist auch der hohe Frauenanteil, aber das verwundert nicht, denn in der hellen Atmosphäre des Cafés fühlen sich Frauen nicht nur sicher, sondern auch Kinder sind hier bestens aufgehoben. Für sie stehen Spielmöglichkeiten bereit und auf der großen Sonnenterasse zwei Planschbecken.
Die große mit Blumen bepflanzte Sonnenterasse ist das Highlight des "get together".

Hier kann man ungestört von Straßengeräuschen an heißen Sommertagen und in lauen Sommernächten die Seele baumeln lassen bei einer Gastronomie, die ihresgleichen sucht. Kennen sie noch ein Lokal, in dem ein Glas Wein 1,80 €, diverse Säfte (0,25 l) 1,20€, Cola/Fanta 1,00 €, Diebels Alt (0,33 l) 1,20 €, Milchkaffee 1,80 €, Espresso 1,20 € und Kaffee + 1 Stück Kuchen 2,30 € kosten.
URSBOB: weniger ist mehr (14. Juli 2005)
Modische Hingucker kommen aus Flingern
(edf) atelier für raumgestaltung Roth, blattgold und URSBOB, drei Geschäfte, die auf dem schönsten und ausgeprochen idyllischen Teil der Hermannstraße in Flingern liegen, dem Tei, der zwischen Linden- und Ackerstraße verläuft.
Über das atelier für raumgestaltung Roth haben wir bereits vor knapp einem Jahr berichtet. Blattgold wurde erst im Juni 2005 vorgestellt. Und URSBOB? URSBOB ist einer der führenden Designerstores Flingerns, an dem man oder besser frau nicht vorbeikommt, wenn es um perfekte Passform, ausgefallene Schnitte, hochwertige Stoffe und das gewissen Etwas geht. Und das gewisse Etwas zeigt sich bei dem Label URSBOB immer unter dem Motto "Weniger ist mehr".

Keine Perlen, Rüschen oder auffällig gemusterte Stoffe lenken vom Schnitt, den Nähten und der Stoffqualität eines Kleidungsstückes ab. Und so ist jedes Teil aus der Kollektion nicht nur eine Saison tragbar sondern –und das ist kein Widerspruch – stets angesagt und etwas Besonderes.
Ulla Meiners, die Geschäftsinhaberin und Designerin, hat ihre Profession noch von der Pike auf gelernt. Ausgebildet bei einem Herrenschneider zuerst in Duisburg, dann in Düsseldorf, arbeitete sie nach der Lehre als Musterschneiderin bei der Firma comma. Hier nähte sie die sogenannten Prototypen einer Musterkollektion, die nach dem ersten Schnitt auf Messen den Geschäften angeboten werden.

Bei Müller & Sohn ließ sich sich zur Directrice ausbilden und arbeitete in der Folgezeit drei Jahre bei Tony Gard: zuerst als Directrice für den Erstschnitt, dann als Directrice für die Produktion. So fertigte sie die ersten Schnitte nach Zeichnung an, bis der Entwurf ausgereift war, beziehungsweise war für die Größenschnitte zuständig, die nach dem Erstentwurf notwendig wurden. "Diese Zeit bei Tony Gard war interessant und lehrreich, aber auch sehr, sehr anstrengend. Nach drei Jahren hatte ich das Gefühl, eine Auszeit nehmen zu müssen.", erzählte uns Ulla Meiners. Und sie nutzte diese Zeit, um das Fachabitur nachzuholen.

Ihr erstes Atelier eröffnete sie danach zusammen mit einer Kollegin auf der Ackerstraße. Beide arbeiteten als Directrice, jede für sich mit einem eigenen Kundenkreis. Und wieder war es Toni Gard, für den sie jetzt freiberuflich arbeitete und der nicht auf ihre Qualitäten verzichten wollte. Aber darüber hinaus gab es über berufliche Kontakte noch viele andere Arbeitsaufträge großer Modefirmen.

Seit vier Jahren gibt es nun ihr Geschäft auf der Hermannstraße in Flingern. In diesen vier Jahren hat sich Ulla Meiners unter dem Label URSBOB einen Namen gemacht. Seit knapp einem Jahr ist sie auch in der Düsseldorfer Altstadt vertreten, wo sie zusammen mit anderen Designerinnen einen Store eröffnet hat. Eines ihrer Ziele ist, eine eigene Kollektion zu vertreiben.
Aber wichtiger noch als dieses Ziel ist es ihr, eine Mode zu kreieren, die zu jeder Gelegenheit tragbar und bequem aber immer mit "Hinguckern" ist, stets auf der Grundlage eines ekzellenten Schnittes, einer perfekten Linienführung und einer hervorragenden Stoffqualität.

"Ich freue mich jedes Mal, wenn mir eine Kundin, die bereits Teile aus meiner Kollektion trägt, erzählt, dass sie darauf angesprochen und gefragt worden sei, wo man sie kaufen kann. Aber noch mehr freue ich mich, wenn Kundinnen davon berichten, dass man meine Kollektion erkennt und sagt: Chic, auch bei URSBOB gekauft.", sagte uns die Designerin. einkaufen-duesseldorf-flingern kann diese Aussage nur bestätigen.
Adolphs, ein Synonym traditioneller Buchbindekunst (26. Juni 2005)
(edf) Geht man von der Birkenstraße aus über den idyllischen Teil der Hermannstraße zwischen Linden- und Ackerstraße, so sieht man schräg gegenüber dem Haus mit den Arkaden das kleine aber feine Geschäft "blattgold", das in einer Werkstattgemeinschaft von der Goldschmiedin Beyermann und dem Buchbinder Adolphs betrieben wird.

Die Eingangstür zwischen den beiden geschmackvoll dekorierten Schaufenstern trennt das Geschäft in zwei imaginäre Bereiche. Rechts der Tür stehen der Arbeitsplatz und die Schmuckvitrinen der Goldschmiedin, links der Tür liegt der Arbeitsbereich des Buchbinders. In der Mitte zwischen beiden Bereichen steht ein Regal voller papierener Kunstwerke traditioneller Buchbinderkunst und Schreibutensilien wie Federn, Tinte, Siegellack und Stempel, die an vergangene Zeiten erinnern.

Seit 20 Jahren hat Buchbinder Adolphs seinen Betrieb nun schon in Flingern. Anfangs in den Räumen neben dem jetzigen Geschäft, seit 1997 zusammen mit der Goldschmiedin Beyermann in dem heutigen Ladenlokal.
Warum er den Beruf des Buchbinders gewählt habe? Nun, damals sah er darin eine Möglichkeit, seine Kreativität in traditioneller Handwerkskunst umsetzen zu können, auch wenn der Alltag eines Buchbinders zu Beginn seiner Tätigkeit mit Serienarbeiten ausgefüllt war wie sie heute nicht mehr üblich sind.

"Früher wurden Geschäfts- und Kassenbücher noch mit der Hand geschrieben und die mussten für das Finanzamt gebunden und jede einzelne Blattkante farblich behandelt werden, so dass die einzelnen Blätter, wenn das Buch zusammengeklappt war, ein Marmormuster ergaben. Fehlte eine oder mehrer Seiten, war das Muster gestört, das heißt, nicht mehr vollständig und das Finanzamt konnte daran erkennen, dass Seiten herausgerissen worden waren", erzählte uns Adolphs.
Firmen ließen Schaukästen aus Kunstleder mit Glasdeckel arbeiten um ihre Produkte auszustellen oder gaben Schreibtischunterlagen in Auftrag. Universitäten ließen ihren Buchbestand katalogisieren und binden oder faßten Zeitschriften in Jahrgangsbüchern zusammen.
Die meisten dieser Arbeiten fielen im Zeitalter des Computers der elektronischen Maschine und den Rationalisierungmaßnahmen zum Opfer. Universitäten speichern ihre Buchbestände auf Mikrochips und Geschäfts- und Kassenbücher werden in Computerprogrammen und –ausdrucken festgehalten. Dementsprechend haben sich auch der Kundenkreis und die Auftragsarbeiten verändert und Serienaufträge wurden von Einzelbestellungen abgelöst.

So werden heute von Adolphs Diplom- und Doktorarbeiten oder Fachliteraturbände gebunden. Aber es sind vor allen Dingen auch Kunden, die sich bei ihm besondere Wünsche erfüllen lassen, wissen sie doch, dass seiner Kunst kaum Grenzen gesetzt sind.
So werden Familienchroniken und –stammbäume abgegeben, um sie in Leder oder Pergament binden zu lassen. Und wenn man die Lederhäute sieht, kann man sich kaum vorstellen, dass sie sich so fein spalten lassen, dass sie einen Buchrücken zieren oder Kanten verstärken oder als Gesamteinband dienen können.

Alte Familienbibeln oder Bücher erhalten einen neuen Einband und Fotografen und Künstler ordern Präsentationsmappen oder Skizzenbücher. Gästebücher in allen Formaten und Einbänden mit Gold- oder Blinddruckprägung bindet er nach den Vorstellungen seiner Kunden und berät sie bei der Wahl des Papiers, denn Papier ist nicht gleich Papier.
Zwischen einer grob strukturierten und einer fein strukturierten Oberfläche gibt es noch viele feine Unterschiede. Und was sich für den einen Zweck eignet, ist für den anderen nicht gut zu gebrauchen. Eine Besonderheit sind die Fotoalben von Adolphs, denn er bindet sie mit festeren und dünneren Blättern. Die festeren Blätter für die Fotos, dazwischen ein bis zwei dünnere Blätter für Texte, die die Bilder oder das Ereignis kommentieren.

Aber Adolphs bindet nicht nur Auftragsarbeiten. In seinem Ladenlokal auf der Hermannstraße 28 findet man eine reichhaltige Auswahl bereits vorgefertigter Skizzen- und Schreibbücher, Notizhefte, Fotoalben mit Papp-, Leder- oder Stoffeinband.
"In den letzen Jahren kommen immer wieder Kinder und Jugendliche in mein Geschäft, die Federn und Federhalter kaufen und natürlich Tinte. Anfangs habe ich mich darüber gewunderte und gedacht, dass sich diese jungen Menschen plötzlich für Kalligraphie interessieren, bis mir der tatsächliche Grund klar wurde.

Im Harry Potter Fieber wollen sie ihrem Idol nacheifern und dazu gehören natürlich Feder, Federkiel und Tinte", erzählte uns der Buchbinder. Denn bei Adolphs gibt es alles, was man zur Kalligraphie benötigt: Federn und Federkiele in unterschiedlichen Ausführungen und natürlich Tinte. Eisengallus Tinte zum Beispiel schreibt grau, wird aber mit der Zeit an der Luft tiefschwarz. Die rote Liebestinte duftet nach Rosen und die türkisfarbene Frühlingstinte nach Maiglöckchen. Gold- und Silbertinte sind ebenfalls zu erhalten wie Veilchentinte, die dementsprechend duftet.
Wer sich oder andere mit einem ausgefallenen Geschenk oder einer besonderen Kleinigkeit erfreuen möchte, wird bei Adolphs bzw. "blattgold" auf der Hermannstraße 28 bestens beraten.
Otto Kunze, ein Mann der bleibenden Werte (23. Juni 2005)
(edf) Wenn man Flingeraner fragt, ob sie Otto Kunze kennen und wo er seinen Handwerksbetrieb habe, dann werden sicherlich die wenigsten eine Antwort wissen. Wenn man sie aber fragt, ob sie das Haus mit der roten oder blauen oder grünen Tür kennen, dann können die meisten dem Fragenden den Weg weisen, ohne zu wissen, dass diese Türen und die dazugehörenden Häuser untrennbar mit Otto Kunze verbunden sind. Es sind gerade diese alten Stadthäuser, die zwischen all den anderen restaurierten Häusern die Passanten verweilen lassen, sind sie doch so liebevoll restauriert, dass sie eine ganz besondere Ausstrahlung haben.
Die Türen wirken nicht nur durch ihren Entwurf und die feinen Holzarbeiten und Verzierungen, sie wirken nicht nur durch ihren farbigen Anstrich, sondern vor allen Dingen, und das ist sozusagen ihr gemeinsames Geheimnis, durch die Verarbeitung des Farblackes. Denn jede Tür wird in vier Arbeitsgängen behandelt und zwischengeschliffen, bis sie schließlich ihr endgültiges Finish erhält und diese Art der Bearbeitung, aufwendig und zeitintensiv, schafft den samtigen Ausdruck, der dazu verleitet, mit der Hand über die Oberfläche zu gleiten. "Natürlich ist so eine Lackierung teurer als die allgemein übliche. Sie hat viel mehr Arbeitsgänge, aber auf Dauer ist das Teurere billiger. So ein Anstrich hält 20 Jahre, der blättert nicht ab", sagte uns Otto Kunze.

Ist es also die Farbe der Türen? Sind es die mit Marmor verkleideten Eingänge? Sind es die schmiedeeisernen Tore oder Gitter, die den Häusern ihr bemerkenswertes Aussehen geben? Die Antwort ist leicht. Ein Haus, das Otto Kunze restauriert, bekommt Seele und unverwechselbare Präsenz und Eleganz. Unter seiner Aufsicht und Planung werden alte, heruntergekommene Häuser zu romantischen Stadthäusern, stilsicher, klassisch schön ohne jede Aufdringlichkeit, durchdacht bis ins letzte Detail, sowohl von außen und innen als auch vom Keller bis zum Dachboden. Denn Kunze ist nicht nur handwerklicher Perfektionist sondern auch Künstler und kreativer Problemlöser.

Wer ihn persönlich kennt, weiß, dass er Lob und Bewunderung ablehnt. Anerkennung seiner Arbeit ja, aber bitte keine ausschweifenden Worte. Er weiß, was er kann. Er gehört zu den wenigen Schreinern deutschlandweit, die noch wirklich alte Holzbearbeitungs- und Restaurierungsmethoden kennen und anwenden. Wer antike Möbel zu ihm bringt, kann sicher sein, dass sie in der traditionellen Handwerkskunst ihrer Zeit wiederhergestellt werden.

Aber Otto Kunze baut auch Möbel nach alten Vorbildern ohne zu versäumen, ihnen etwas mitzugeben, was man nur mit typisch Kunze bezeichnen kann. Denn neben seinem Sinn für Schönheit und Ausgewogenheit hat er nicht seinen praktischen Sinn vernachlässigt. So hat er zum Beispiel einen Fernsehschrank für ein Zimmer konstruiert, der auf dem Boden zu stehen scheint, tatsächlich aber knapp über dem Boden schwebt, weil er über einen frei bewegbaren Hebelarm mit der Wand verbunden und damit nach allen Seiten schwenkbar ist, so dass man aus jeder beliebigen Sitzposition fernsehen kann. Wer Sprossenfenster liebt, aber davor zurückschreckt, wenn er an die zeitaufwendige Putzaktion denkt, für Otto Kunze kein Problem. Für den Betrachter baut er wunderschöne Sprossenfenster, die sich für die Hausfrau am Putztag in eine durchgehende Fensterfläche verwandeln.

Seit 1956 lebt und arbeitet Otto Kunze nun schon in Düsseldorf. Dass er nach Düsseldorf kam, verdanken wir, auch wenn er das anders sehen wird, dem Zweiten Weltkrieg und einem Kindheitstraum.
Geboren wurde er 1929 in Katscher, Oberschlesien. Dort bewirtschafteten seine Eltern 65 Morgen Land. Sein Vater, selber Tischler, war auf seinen Wanderjahren als Geselle unter anderem in Düsseldorf gewesen. Gerade von dieser Stadt erzählte er seinem Sohn während der Feldarbeit, so dass sich in Otto Kunze der Wunsch festsetzte, später auch mal nach Düsseldorf zu gehen.

Immer, wenn er seinem Vater von diesem Wunsch erzählte, sagte dieser: „Junge, du wirst nie nach Düsseldorf kommen. Wir haben zu viel Land dazu gekauft, du musst hier als Bauer bleiben, die Weiber schaffen das nicht ohne einen Mann.“
Doch dann kam der Zweite Weltkrieg. Ein Jahr nach Kriegsende starb der Vater und mit dem Verlust Oberschlesiens begann auch die Vertreibung der Deutschen durch die Polen, so dass Otto Kunze mit seiner Mutter und Schwester mit nichts in den Händen schließlich in einem Lager in Pirna in der ehemaligen DDR landete. Ein Erlebnis, das ihn tief geprägt hat und selbst heute noch, nach so vielen Jahrzehnten, emotional berührt. Drei Jahre arbeitete er in der Folgezeit auf einem Hof: ein Jahr im Kuhstall, zwei Jahre als Kutscher bis er schließlich 1949 eine Tischlerlehre in Freiberg begann. Bereits nach einer Gesellenwoche setze er sich 1951 gegen Westen Richtung Düsseldorf ab. 35 DM Bestechungsgeld ermöglichten ihm die Flucht über die damalige grüne Grenze und brachten ihn auf dem Fahrrad zum Sammellager Ülsen. Nachdem Hof und Boden in Oberschlesien verloren waren, blieb ihm nichts anderes als die Erinnerung an die Heimat und an den Vater und damit untrennbar verbunden der Wunsch, wie sein Vater nach Düsseldorf zu gehen. Und der sollte nun verwirklicht werden, auch wenn es noch fünf abenteuerliche Jahre dauern sollte, bis er schließlich hier ankam.

In Köln hätte er in den Fordwerken arbeiten können, aber Fabrikarbeit, das war nichts für den Naturburschen Kunze. Schließlich landete er auf dem Arbeitsamt Neuss, das er mit einem Arbeitsschein für eine Neusser Firma verließ. Beinahe hätte er auch dort angefangen, wäre da nicht das Schild „bis Düsseldorf 8 Kilometer“ gewesen. Als er das Schild sah, habe er den Schein zerrissen, sagte uns Otto Kunze. So kurz vor dem Ziel habe er nicht aufgeben wollen, sich wieder auf das Rad geschwungen und sei Richtung Düsseldorf geradelt, wo er sich als Tischler angemeldet habe.
Das Fahrrad blieb auch in der Folgezeit sein ständiger Begleiter. Wer Otto Kunze kennt, weiß, dass er stets mit dem Fahrrad unterwegs war und ist. Als einkaufen-duesseldorf-flingern neulich im Victorian auf der Königstraße war, fragte der Barkeeper, als er im Gespräch den Namen Otto Kunze hörte, ob wir von Otto Kunze, dem Schreiner sprechen. Der hatte nämlich die erste Theke dort gebaut und sei in bleibender Erinnerung geblieben nicht nur wegen der guten Arbeit, sondern weil er damals auf dem Fahrrad und mit Hut vorgefahren sei, was man gelinde gesagt als ausgesprochen ungewöhnlich empfand. Aber Fahrrad und Hut sind Kunzes Markenzeichen, der nicht viel von äußeren Statussymbolen hält um sich damit aufzuwerten.

1956 eröffnete er seinen ersten Betrieb in der zerstörten Reitzenstein Kaserne und zwar in einem Pferdestall der damaligen Reitschule Anton Cordes. Seine Schwester Maria war von Anfang an an seiner Seite und hielt ihm den Rücken frei, indem sie sich um alle Büroarbeiten und die administrativen Tätigkeiten kümmerte. Morgens um halb vier sei er aufgestanden, habe bis abends 21 Uhr gearbeitet. „Wer zu meiner Zeit auf dem Land aufgewachsen ist, ist an einen arbeitsreichen Tag voller Entbehrungen gewöhnt“, sagte uns Kunze.
Aus der ehemaligen Werkstatt im Pferdestall ist ein großer Betrieb geworden, der neben einer Schreinerei auch eine Schlosserei und eine Maler- und Lackierwerkstatt umfasst und zeitweise bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigte. Trotzdem blieb immer noch Zeit, Reisen wie zum Beispiel nach Petersburg zu unternehmen, die er stets nutzte, um alte Schlösser, Bauten und Museen zu besuchen. Selbst heute noch, mit 76 Jahren, steht er morgens um halb sechs auf und arbeitet bis nachts halb zwölf in seinem Betrieb.
Einen Nachfolger, der in seine Fußstapfen treten könnte, hat er nicht. Seine vier Töchter, die er liebevoll Weiber nennt, arbeiten in anderen Berufen. Weiber kommen mir nicht in den Betrieb, habe er damals gesagt, als seine jüngste Tochter den Wunsch äußerte auch eine Tischlerlehre zu beginnen. „Heute bestreitet mein Vater vehement, dass er das gesagt haben soll“, erzählte uns die Tochter.
So wird mit Otto Kunze eines Tages auch ein großer Teil alter Handwerkskunst gehen, denn in der heutigen Ausbildung werden viele Techniken nicht mehr gelehrt, weil sie zeit- und kostenintensiv sind.
Blaue Stunde in den Stadtwerken Düsseldorf (13. Juni 2005)
(edf) Ultima Thule! Unter diesem Titel zeigt Ansgar Skiba ab Donnerstag, zweiter Juni, in den Stadtwerken Düsseldorf seine Bilder, die aus Impressionen während seines Islandaufenthaltes im Sommer 2004 entstanden sind.

In vielen Galerien weltweit waren seine Arbeiten schon zu sehen. Viele öffentliche und private Sammlungen haben Bilder von ihm erworben wie z.B. die Kunsthalle Recklinghausen, das Museum Bochum, die Kunstsammlung des Landes NRW in der ehemaligen Reichsabtei, das Ministerium für Städtebau, Kultur und Sport Düsseldorf, die Deutsche Bank und viele mehr.
Nun sind es die Düsseldorfer Stadtwerke, die Kunstinteressierten die Gelegenheit bieten, mit Skibas Arbeiten in Kontakt zu treten, sich davon beeindrucken und entführen zu lassen in die Welt der emotionalen Erfahrungen.

Gemalt hat Ansgar Skiba immer schon, zumindest ab dem Zeitpunkt als seine Mutter feststellte, dass sie ihren Ältesten mit Pappkarton und Buntstiften beschäftigen konnte und er mit Hingabe und Leidenschaft Kartonblatt um Kartonblatt füllte. Schnell stellte sich damals aber auch heraus, dass Papier und Stifte nicht nur ein probates Beschäftigungsmittel waren, sondern dass der Junge auch Talent besaß.

Und so kam es wie es kommen musste. Nach Abitur, Wehrdienst und Arbeit in Metallbetrieben konnte er sich für ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden einschreiben. Nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rolf Sackenheim, Michael Buthe und Gotthard Graubner.
Seit 1983 lebt Ansgar Skiba nun in Düsseldorf, seit vielen Jahren in Flingern zusammen mit seiner Frau Zipora Rafaelov, einer ebenfalls bekannten Künstlerin, und seinem Sohn Jonathan.

Und immer noch füllt er akribisch Tag für Tag zwar nicht mehr Pappkartonblätter sondern Leinwände mit Cocktails, Tortenstücken, Brautkleidern und Landschaften.
Akribisch trägt er Farbschichten für Farbschichten auf, so dass eine reliefartige Oberflächenstruktur entsteht, aus der die Motive unscharf in den Konturen und verschwommen in den Details, aber um so präsenter und unmittelbarer in ihrer Zweidimensionalität hervortreten und den Betrachter zwingen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, in einen Dialog zu treten.
Und dies geschieht weniger auf einer verstandesmäßigen denn auf einer emotionalen Ebene. Es sind vor allem die großformatigen Arbeiten, die den Betrachter quasi in sich aufsaugen und in die eigene Emotionalität eintauchen lassen.

Unzweifelhaft ist Blau Skibas Farbe in den letzten Jahren geworden. Blaue Gletscher, blaue Wellen blaue Frauenbildnisse. In Blau hat er seine isländischen Impressionen verbildlicht: Blaue Fjorde, blaue Wasserfälle, blaue Meeresbuchten. Blau, die Farbe, die sofort mit Himmel und Meer assoziiert wird, strahlt Ruhe und Kontemplation aber auch Weite, Kühle und Unnahbarkeit aus und spricht Emotionen wie Sehnsucht, Trauer und Einsamkeit an.
Blau ist also für Skiba die adäquate Farbe, mit und in der er seine Eindrücke von Natur bildhaft verarbeitet. Und so entsteht ein wortloser Dialog zwischen Künstler und Betrachter, dessen Mittler das Kunstwerk ist. Das Werk als Veräußerung eines inneren Eindrucks ruft seinerseits beim Betrachter einen inneren Eindruck hervor. So darf bei einem Kunstwerk nicht die Intention des Künstlers wichtig werden, denn der subjektive Eindruck, im Werk objektiviert, gewinnt Eigenständigkeit, ist losgelöst vom Künstler und geht nun seinerseits eine Bindung mit dem Betrachter ein.

Wer Ansgar Skibas Ausstellung in den Stadtwerken Düsseldorf besucht, kann sich verzaubern lassen, kann seine Bilder plätschern und rauschen sehen.
Alte Kulturen neu wieder belebt (27. Mai 2005)
(edf) Dass Flingern Nord Düsseldorfs Szeneviertel geworden ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Dass sich Düsseldorfs Kreative bevorzugt in Flingern niedergelassen haben und mit Shops oder in Galerien präsent sind, wissen sicherlich auch schon viele. Dass aber viele Designer und Künstler ihre Ateliers in den wunderschönen Hinterhöfen der liebevoll restaurierten Stadthäuser oder in ihren Wohnungen haben und dort quasi im Verborgenen wirken, wissen sicherlich nur Eingeweihte.

Eine dieser Designer ist Dagmar Schnegule. Sie ist vielseitig orientiert und entwirft sowohl Schmuckstücke als auch Lederaccessoires und Kleidung. „Ich denke konzeptionell, wenn ich arbeite“, sagt sie. „Ich entwerfe zum Beispiel eine Tasche und dazu eine passende Kette. Oder ich entwerfe einen Überwurf und dazu Pulswärmer und eine Kette oder Ohrringe.“
Eine Besonderheit ist die Rückbesinnung auf die Symbole aus alter ägyptischer, griechischer, persischer oder Inka Kultur und ihre Verarbeitung und Neugestaltung zu Armbändern, Ketten, Ohrringen und Ringen.

Fast alle Schmuckstücke sind aus 950er Silber mit einem 24karätigen matt schimmernden Goldüberzug gearbeitet oder bestehen aus einer Mangan-Kupfer-Silber-Legierung ebenfalls überzogen mit einem 24karätigen Goldüberzug.
Viele dieser Schmuckstücke werden von Museen geordert und während einer Ausstellung dem interessierten Publikum angeboten, so zum Beispiel bei der großen Tutenchamon-Ausstellung in der Bonner Kunsthalle. Aber auch die Völklinger Hütte und das Neanderthal Museum bieten Schnegules Schmuckstücke aus verschiedenen Kulturkreisen an.

Eine Besonderheit sind ihre praktischen Gürteltaschen aus Leder, die sofort den Blick auf sich ziehen. Wer möchte nicht während einer Shopping Tour, eines Spaziergangs mit den Hunden oder während eines Club-Besuches die Hände frei haben oder nicht ständig gezwungen sein, auf seine Utensilien aufzupassen.

Diese Taschen können sowohl als ausgefallener Hüftgürtel als auch als Tasche für so notwendige Kleinigkeiten wie Handy, Geldbörse und Lippenstift getragen werden. Einige dieser handwerklich gefertigten Unikate lassen sich direkt im Atelier der Designerin erwerben, viele Gürteltaschen werden aber auch direkt von Modegeschäften auf der Kö aufgekauft und als Accessoire zur bestehenden Kollektion angeboten.

„Mein Atelier steht Kunden jederzeit offen. Wer sich informieren möchte kann mich gerne anrufen oder eine e-mail senden“, sagte uns Dagmar Schnegule.
75 Kubik: Klein aber fein (12. April 2005)
Flingerns Produzentengalerie lädt ein.
Der Name der Galerie 75 Kubik verrät schon, dass es sich um einen recht kleinen Raum handeln muss, in dem der Düsseldorfer Maler, Radierer und Emailleur Kai Hackemann mehrere Male im Jahr Einzel- und Gruppenausstellungen realisiert.

Gerne gibt er diesen ein Motto, und so werden dort ab Sonntag, dem 17. April, vier Wochen lang Bilder zum Thema „Still-Leben“ zu sehen sein. Durch geschickte Hängung in dem Ladenlokal, das ehemals der Verkaufsraum einer Metzgerei war, konnten schon bei der ersten thematischen Ausstellung „Landschaften! 50 Arbeiten gezeigt werden. Auch diesmal sollen Werke von sechs Künstlern ihren Platz finden.
Der in Wiesbaden lebende Bernd Schwering hatte in den 70ern an der Folkwang-Schule in Essen und darauf bei Rudolf Hausner an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert. Später unterrichtete er selbst an der Kunsthochschule in Mainz, wo Hackemann sein Schüler war. Schwering ist einer der wenigen bedeutenden Realisten hierzulande. Seine Originale werden nur selten in Galerien ausgestellt, da er aufgrund der überaus feinen und zeitintensiven Acryl-Malerei meist für vorgemerkte Sammler arbeitet. Vor einigen Wochen hat er nach anderthalb Jahren ein Auftragsbild für ein neues Verwaltungsgebäude des Aldi-Konterns in Mülheim fertiggestellt. Zwei Kabinettstücke wird er der Ausstellung beisteuern.
Ganz anders sind die Werke der in Amsterdam lebenden Sabina Wörner, obwohl auch sie Schülerin Schwerings in Mainz war. Ihr bevorzugtes Material ist die Eitempera-Farbe wegen deren matter und etwas spröder Stofflickeit, die den lebendigen Duktus der Künstlerin auf glatten Malgründen besonders gut zu Geltung bringt. Sabina Wörners Bilder zeigen stark vergrößerte, oft ungewöhnliche Ausschnitte und sind –lichtdurchflutet und farbintensiv- von Transparenz und formatfüllender Rhythmik geprägt.

Lars Lehmanns Malerei dagegen verwirklicht sich in der kompakten Dichte und dem Schmelz der Ölfarbe. Lehmann hat an der HDK in Berlin studiert und ist Meisterschüler von Professor Volker Stelzmann.
Seit einigen Jahren zurückgezogen im mecklenburgischen Güstrow ansässig arbeitet er beharrlich an einer behutsamen und sehr persönlichen Modernisierung tradierter Stilleben-Typen. Häufig arrangiert er hermetische Kompositionen aus einem erstaunlichen Fundus von Trödel und Spielzeug.
Heike Negenborn hat den Bachelor of Arts am Austin College in Texas, USA gemacht. Seit vielen Jahren lebt sie nun schon abwechselnd im pfälzischen Windesheim und im Süden Frankreichs. Ihr Ausstellungsbeitrag wird Gourmets erfreuen, denn sie, die sich vorwiegend mit Landschaft beschäftigt, hat einen Winter lang Gemüse portraitiert. Da gibt es wunderbar röschenrunden Blumenkohl, knackig-frische Tomaten und Kohlrabis oder Karotten von beinahe surrealer Präsenz. Einige dieser Motive hat sie auch in aufwändigen, von den Ölbildern kaum zu unterscheidenden, Farbradierungen realisiert.
Der in Köln und in der Eifel beheimatete Hans Christian Rüngeler studierte von 1980 bis 1997 bei Prof. Rolf Crummenauer an der Düsseldorfer Kunstakademie. Der stetige Erfolg seiner künstlerischen Arbeit beruht zum einen auf der kontemplativen Ruhe und Harmonie seiner Landschaften und Stilleben, zum anderen auf der außergewöhnlichen Art der Stilisierung hin zu einer idealtypischen Form. Drei Bilder, die sich mit Blumen beschäftigen, sind als Beitrag zu dieser Ausstellung entstanden.

Kai Hackemann, der sowohl Schüler Schwerins als auch Crummenauers war, zeigt neue Aquarelle. Obstschalen und andere Küchenreste, also scheinbar Wertloses und dem Verfall anheim Gegebenes, füllen seine intensiven kleinen Formate. Durch die Leuchtkraft der Farblasuren und die verdichteten, das Motiv vom Umraum isolierenden Kompositionen erfahren die Dinge eine ästhetische Umwertung – das Restliche wird zum Eigentlichen, das Unbeachtete kostbar.
Allen Ausstellungsbeiträgen ist gemeinsam, dass sie Farb- und Formschönheit als wesentlichen Aspekt der Stillebenmalerei bejahen und präsentieren. Stillebenmalerei ist an die Akzeptanz und Darstellung der dinglichen Welt gebunden, denn kein Stilleben existiert ohne Gegenstand. In der Auswahl der Motive, in ihren Arrangements und dem Handschriftlichen der Darstellung besteht aber, wie zu sehen ist, eine Fülle von ganz unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Wesentliches Thema des Genres war und ist immer auch das Innehalten und Verrinnen der Zeit. Von der Schönheit des Augenblicks und seiner Vergänglichkeit ist etwas zu spüren in einer feinen Ausstellung in einer kleinen Galerie.
einkaufen-duesseldorf-flingern bekam die Gelegenheit, einige der Bilder bereits im Vorfeld der Ausstellung zu zeigen.
Leben ist Wandel, Stabilität ist Illusion (17. März 2005)
einkaufen-duesseldorf-flingern traf die Fotografin Edith Glischke
(edf) Flingern hat vielseitige Talente zu bieten. Eines davon ist die Fotografin Edith Glischke. Seit 1977 lebt die gebürtige Triererin in Düsseldorf. Bevor sie ab 1983 bei Professor B. Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie Freie Kunst, Fachrichtung Fotografie, studierte, arbeitete sie bereits als Fotoassistentin in einem Fotostudio. Getreu dem Motto "Neue Eindrücke erweitern den Horizont" hielt es Edith aber nicht nur in Düsseldorf, sondern sie besuchte Australien, um sich vom Kontinent und seinen Menschen inspirieren zu lassen. Auch während ihres Studiums bei Professor Becher war sie freiberuflich als Fotografin tätig.

Lieblingsobjekte ihrer Arbeiten waren und sind Hallenbäder insbesondere alte Bäder, die um die Jahrhundertwende entstanden sind. Warum gerade alte Bäder? "Nun, ich wurde bereits in meiner Heimatstadt Trier von den Barbara- und Kaiserthermen inspiriert, zeigen sogar leblose Dinge eindrucksvoll das Prinzip des Lebens von Werden, Sein und Vergehen", sagte uns Edith. Hallenbäder aus der Jahrhundertwende stellen für sie ein Mittelding zwischen Ruine und modernen Bädern dar, zeigen diese Bäder bereits Spuren des Verfalls und weisen auf das Vergehen hin. Es sind überhaupt morbide Räume und Orte, die die Fotografin anziehen. "Wir Menschen wünschen uns das Perfekte, Makellose, um uns die Illusion von Stabilität und Ewigkeit zu erhalten", erzählt sie. Aber Leben beinhaltet Wandel.

Deshalb sind morbide Räume für sie, so paradox es klingen mag, lebendig, zeigen die Spuren ihrer Vergangenheit auch die Spuren des Lebens. Ein anderes, ganz entgegengesetztes Thema sind die Darstellung von Ordnung und Isolation, eingefangen im Motiv der Kachel.
Bis heute arbeitet Edith Glischke mit einer analogen Großbildkamera. "Nicht dass ich digitale Fotografie ablehne, aber ich arbeite schon so lange als Fotografin, dass ich nur sehr selten ein Foto wiederholen muss. Ich weiß bereits vor der Entwicklung, wie das Bild aussehen und welche Wirkung es haben wird."
Fast ihre gesamten Fotoarbeiten nimmt sie mit langen Belichtungszeiten auf. "Wenn man zum Beispiel bei Raumaufnahmen lange Belichtungszeiten wählt, kann man Bewegung selbst bei statischen Räumen festhalten.", erklärte sie.

Dieses Aufnahmeprinzip treibt Edith in ihrem interaktiven Fotoprojekt "Frauen in Bewegung" auf die Spitze. Während einer vierstündigen Fotosession fotografierte sie Frauen, die sich mit einem für sie bedeutsamen Gegenstand vor ihrer Kamera in Szene setzen konnten. Durch diese Aufnahmetechnik entsteht eine Verschiebung von Raum und Zeit, denn durch die Bewegung der Personen tritt der Hintergrund auf verschiedenste Art und Weise in den Vordergrund und lagert sich über die sich darstellenden Person. Es entstehen Bilder, die von einem surrealen Charakter geprägt und ebenso einzigartig sind wie die darin festgehaltene Person.

Aber Edith Glischke ist nicht nur eine exzellente Fotografin sondern auch eine exzellente Sängerin. Als Mitglied der Gruppe Spoonful singt sie Coverversionen und gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern komponierte und getextete Lieder. "Vielseitige Interessen verhindern einseitiges Denken", erläutert sie ihr zweites kreatives Engagement und lächelt dabei verschmitzt.
Ediths interaktives Fotoprojekt "Frauen in Bewegung" wird Freitag, 18. März 2005 ab 18 Uhr in der Galerie K22A, Hermannstraße 22a in Düsseldorf-Flingern eröffnet.
Stadtteilleben Flingern 2010-3
in ackerstraße, Ausstellungen, Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Filmabende, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Kinderprogramm, Lesungen, Life Musik, Modekollektion, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge
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Stadtteilleben Flingern 2010-2
in ackerstraße, Ausstellungen, Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Filmabende, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Kinderprogramm, Lesungen, Life Musik, Modekollektion, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge
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Blickpunkte-Flingern-Mettmanner-Straße
in Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Lesungen, Life Musik, Modekoll, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge

Blickpunkte Flingern Platanenstraße
in Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Lesungen, Life Musik, Modekoll, Modenschau, Parties, Platanenstraße, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge

Der Laote "Luang Prabang"
Laotische Spezialitäten gibt es im Luang Prabang auf der Platanenstraße 26 Ecke Dorotheenstraße in Düsseldorf-Flingern. Fernöstlicher Glanz empfängt den Gast, wenn er das Restaurant betritt: dunkle Hölzer, große Orchideen, goldene Götterstatuen, Bilder aus der Laotischen Heimat, an den Fenstern Bambusrollos. Die Wände weiß mit roter Holzvertäfelung.
Luang Prabang
Am neunten Januar hat das Lokal in Düsseldorf-Flingern eröffnet. Es ist ein Familienbetrieb im besten Sinne. Die Speisekarte zeigt ein reichhaltiges Angebot zu zivilen Preisen zwischen 6,50 € bis 13,50 €. Empfehlenswert die Spezialitäten, typisch laotische Gerichte.

Tipp für Suppenfans. Gaeng Nor Mai Muh, eine Bambussuppe mit Schweinefleisch pikant gewürzt. Alle Gerichte können auch mitgenommen werden. Aber das Luang Prabang ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch eine Cocktailbar. Die Getränkekarte zeigt nur eine kleine Auswahl der vielen möglichen Cocktails. Deshalb unbedingt nachfragen und sich seinen Lieblingsdrink bestellen.
Von 19 - 21 Uhr gibt es jeden Cocktail zu 5 €.

Restaurant
Luang Prabang
Platanenstraße 26
Düsseldorf-Flingern
Tel.: 0211-23 04 275
Öffnungszeiten:
Dienstag – Donnerstag
11.30 – 15.00
17.30 – 00.00
Freitag
11.30 – 15.00
17.30 – 02.00
Samstag
17.30 – 02.00
Sonntag
17.30 – 24.00
Montags Ruhetag
Stadtteilleben Flingern 2010
in ackerstraße, Ausstellungen, Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Filmabende, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Kinderprogramm, Lesungen, Life Musik, Modekollektion, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge
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Blickpunkte Flingern 2006
in Bars, Cafes, Dienstleistungen, Düsseldorf, Einkaufen, Eröffnungen, Events, Flingern, Galerien, Gaststätten, Geschaftseröffnung, Lesungen, Life Musik, Modekoll, Modenschau, Parties, Restaurants, Service, Stadtteil, Stadtteilbüro, Stadtteilplanung, Vorträge

- Mit Worten malen, mit Stiften zeichnen
- Sinnlichkeit und Sehnsucht als Nährboden ihrer Bilder
- Die Hofburg links liegen lassen
- Die Natur der Dinge im Schmuckstück transformiert
- Leute heute in Düsseldorf-Flingern
- Kristin Dembny, Malerin
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Mit Worten malen, mit Stiften zeichnen (19. Dezember 2006)
Utz Peter Greis, ein ernster Mann mit viel Humor
(edf) Dass ein Chamäleon zu den Reptilien gehört und die Möglichkeit hat, seine Farbe je nach Situation und Umfeld zu ändern, wissen viele Menschen. Weniger kennen sein unverwechselbares Merkmal, die Augen unabhängig voneinander in alle Richtungen drehen zu können, um sie erst gemeinsam zu fokussieren, sobald ein Beutetier entdeckt wird. Chamäleons hat es, wie Fossilienfunde beweisen, sogar in Deutschland gegeben.
Mittlerweile kann man sie in anderer Form hier wieder finden. Eines davon in Düsseldorf-Flingern auf der Ackerstraße 191, wo es unter dem Namen Werkstatt für Satire „Atelier Chamäleon –Haus des Tiefsinns“ bekannt ist.
2004 wurde das Atelier Chamäleon von Utz Peter Greis, einem in Flingern ansässigen Künstler, eröffnet. Seit der Zeit ist es in Düsseldorf auch Repräsentanz der Rheinischen Humorverwaltung, einem Kreis bekannter Zeichnerinnen und Zeichner, die alle für große Tageszeitungen und Zeitschriften arbeiten, Bücher illustrieren und eigene Bücher veröffentlichen.
Utz Peter Greis gehört zu ihnen. Er zeichnet Cartoons für technische Fachzeitschriften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind satirische Zeichnungen und Bilder und satirische Texte, zu deren Lesung er regelmäßig in das kleine Atelier einlädt.

Es ist die Absurdität des Alltäglichen, die er aufs Korn nimmt. Der immerwährende Ernst des Lebens, das Verhältnis zu sich selbst, zu anderen und zur Welt wird von ihm in überspitzter, manchmal grotesker Form thematisiert und dem Gespött preisgegeben. Und so manchem Zuhörer ist im eigenen Gelächter plötzlich das eigene Verhalten bewusst geworden. Ganz im Sinne Heines rückt auch Utz Peter Greis die Verhältnisse wieder „gerade“, nimmt ihnen die Bedeutungsschwere, indem er sie der Lächerlichkeit preisgibt und übrig bleibt, frei nach Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches.

Den Namen seines Ateliers hat er mit Bedacht gewählt. So wie das Chamäleon seine Farbe der Umgebung anpasst, so wird die Färbung seiner Texte, Bilder und Zeichnungen von Thema bestimmt, dass sie darstellen. Und so, wie das Chamäleon erst beim Anblick einer Beute mit beiden Augen fokussiert, so kann es mancher Flingeraner beobachten, der den Künstler kennt. Wenn er Utz Peter Greis auf der Straße begegnet, der mit hocherhobenem Haupt, ernstem Gesicht und gedankenumwölkter Stirn ohne Erkennungszeichen durch ihn durch oder über ihn hinwegzuschauen scheint. Nein, es ist keine Unhöflichkeit des Künstlers. Das Verhalten des Gegenübers fiel nur nicht ins Beuteschema, erregte nicht seine Aufmerksamkeit, so dass er weiterhin zuvor gemachte Beute in Gedanken bereits in Bildern und Texten verdaut.

Wer sich einen vergnüglichen Abend bereiten will, sollte eine Veranstaltung im Atelier Chamäleon mit anschließenden interessanten Gesprächen nicht versäumen oder eine der ständig wechselnden Ausstellungen besuchen.

Noch bis zum 26. Januar 2007 ist die Ausstellung „PappNasen“ von Mele Brink zu sehen. Lebensgroße Figuren aus Wellpappe und Farbzeichnungen auf Packpapier sind zu bewundern. Dazu gibt es an den Öffnungstagen jeden Freitag und Samstag eine Live-Show, die hinter die Kulissen des PappNasentums führt.

Sinnlichkeit und Sehnsucht als Nährboden ihrer Bilder (04. Oktober 2006)
(ro/edf) Wir haben Paschalia Traka im Askitis getroffen, einem griechischen Restaurant auf der Herderstraße. Sein Inhaber hat sich der guten Küche und den schönen Künsten verschrieben. Im sechswöchigen Wechsel stellt er Künstlern sein Restaurant zur Ausstellung ihrer Werke zur Verfügung.
Paschalia Traka lebt seit 1970 in Deutschland. Mit 14 Jahren kam sie aus Griechenland nach Köln. Künstlerin werden wollte sie immer, aber wenn man in ein fremdes Land kommt, steht an erster Stelle die Existenzsicherung und Kunst zu studieren bzw. Künstlerin zu werden, galt zuerst einmal als "brotlose Kunst" bei ihren Eltern.
So wurde beschlossen, eine Ausbildung als Herrenschneiderin zu absolvieren. Doch der Wunsch, Künstlerin zu werden, ließ sie auch in den Folgejahren nicht los. Nach ihrer Ausbildung holte Paschalia Traka die Fachobersschulreife an der Schule für Gestaltung in Köln nach und begann dann konsequenterweise mit einem Studium für Graphik Design an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln. Ihr Schwerpunkt war die Illustration bei Professor Wiegand. Bis sie sich als freischaffende Künstlerin1992 niederließ, arbeitete sie als Grafikerin bei Werbeagenturen, eröffnete selbst hoch erfolgreich eine eigene Werbeagentur.

Ihre Bilder im Askitis zollen zum Teil ihren griechischen Wurzeln und der Location Respekt.
Von den Wänden blicken uns die klassischen Impressionen des Olymps an. Üppige Formen in wollüstiger, sündloser Nacktheit. Bilder die vor dem später dekretierten Sündenfall entstanden sein könnten, der einzig eine machtpolitische Vorgabe, ein Element der Steuerung zu verpflichtendem Gehorsam, zum Diktat des Verzichts wurde.

Bruchstücke antikern Säulen deuten in den nachfolgenden Bildern den Verfall der aufgezwungenen Werte an. Rottöne welkender Blumen lassen das konträre, hoffnungsvolle Grün der strotzenden Blätter wie eine Wegweisung leuchten.

Dem griechischen Kopf mit medusenhaftem Haar und klassischen Spiralsymbolen, in der Ausstellung in einem fast sakralen Umfeld präsentiert, steht das Bild einer kristallinen Darstellung in kaltem, hartem Blau und Weiß gegenüber.
Der weibliche Akt in Blau und Rot wiederum, ist überhaucht von einem Hoffnungsschimmer in lichten goldgelben Tönen und wird wie ein Crescendo der Befreiung empfunden.

In einem anderen Bild mischen sich Rot-, Gelb- und Grüntöne in kräftig aufstrebender Struktur und abstrakter Formgebung und deuten in dieser Bilderfolge die Ich-Findung ohne das Diktat eines oktroyierten Wertekanons an.

Bilder schauen uns an. Jeder Betrachter fühlt sich anders von ihnen, entsprechend seinen Erfahrungen, angesprochen. Mit einem kurzen Bericht sind wir weit davon entfernt eine Künstlerin und ihre Arbeit auch nur annähernd vorzustellen und zu beschreiben. Alle Faycetten eines künstlerischen Schaffens sind im Bericht über eine Ausstellung nicht zu fassen.

Seien Sie neugierig, nehmen Sie mit Paschalia Traka Kontakt auf, begegnen Sie einer Künstlerin auf ihrem Schaffensweg.

Die Hofburg links liegen lassen (28. September 2006)
(ro/edf) Wenn Sie die Faxen mal ganz dicke haben, wenn Sie sich gehetzt, gestresst und ausgelaugt fühlen, dann fliegen Sie nach Wien. Fliegen Sie für ein verlängertes Wochenende in die Stadt, in der alle Menschen Zeit haben.

Natürlich haben Sie wie jeder Wienbesucher einen der vielfältigen Reiseführer dabei, in dem Sie von einer Sehenswürdigkeit zur anderen geleitet werden.

Mal Hand aufs Herz. Gehören Sie auch zu den Touristen, die an einem verlängerten Wochenende Sehenswürdigkeit nach Sehenswürdigkeit abhaken und dann glauben, die Stadt kennen gelernt zu haben? Wer so seinen Wienaufenthalt gestaltet, hat zwar die wichtigsten Stationen wie Trophäen gesammelt, aber Wien mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre hat er nicht kennen gelernt.

Gehen Sie in eines der alten traditionellen Wiener Kaffeehäuser. Schauen sie aus dem Kaffeehausfenster in das pulsierende Leben einer Weltstadt. Schauen Sie sich um. Alle Besucher, ob älter oder jung, plaudern in gedämpftem Ton oder lesen ganz entrückt eine der vielen ausliegenden Zeitungen. Kein Ober wird ihre Andacht stören.

Jeder nach seinem Gusto. Wer seinen Kaffee ausgetrunken hat, der kann, wenn es ihm behagt, eine weitere Stunde vor dem mitgelieferten Glas Wasser sitzen, schreiben, lesen oder, was anfangs ganz schwer fällt: Nichts tun.

Es ist beileibe nicht so, dass Wien eine Stadt der Müßiggänger ist. Die Menschen in Wien sind nur bedachtsamer. Sie gönnen sich etwas Gutes: Sie haben Zeit, sie nehmen sich Zeit. Und diese Zeit verbringen sie möglichst in einer angenehmen Umgebung. Junge Menschen, Geschäftsleute, Künstler, Studenten sitzen stundenlang vor ihrem Laptop in ihrem Lieblingsarbeitszimmer, dem Kaffeehaus.

Kopf hoch heißt es, wenn Sie Ihre Übung im Nichtstun absolviert haben und durch die Straßen schlendern. Eine Fassade schöner als die andere. Die prächtigen klassizistischen Bauten, die Jugendstilfassaden, deren kunstvolle Verzierung, die Stuck- und Schmiedearbeiten, die Innenhöfe. Es gibt so viel zu sehen.

Abseits der großen Geschäftsstraßen wie der Kärntner- oder der Mariahilfer Straße lernen Sie das eigentliche Wien kennen. In den kleinen Straßen, Gassen und Durchgängen der Bezirke finden Sie die typischen Wiener Lebensmittelgeschäfte:

Kleine Tante Emma Läden mit ihren Gerüchen nach Wurst, Käse und Backwaren. Hier reihen sich Antiquitätengeschäfte, kleine Boutiquen und Galerien, Buchläden und Trödler, bei denen Sie immer noch ein Schnäppchen machen könne, aneinander.
Müde vom Schauen und Laufen kehren Sie am Abend in einem Beisl ein und genießen die Köstlichkeiten der Wiener Küche und die hervorragenden Weine aus dem Umland.

Lassen noch einmal die Tage Revue passieren und denken an die Stationen, die an Ihrem Wege lagen: an das Kunsthaus Wien, das von Hundertwasser erdacht und gestaltet wurde, an die kulinarische Reise über den Naschmarkt, an das Museumsquartier, dem Leopold mit seinen ekzellenten Ausstellungen und Dachterrassen, das traditionelle Café Sperl, das moderne Caffé Latte, das Brauhaus Siebenstern, den Stadtpark.

Wählen sie aus, wenn Sie nach Wien reisen.
Die Kirchen, die Hofburg, die Schlösser, die Museen sind alle noch bei Ihrem nächsten Besuch zu besichtigen. Die laufen nicht weg.
Wir jedenfalls besuchen Wien wieder. Und wetten das, Sie auch. Servus
www.kunsthauswien.com www.info.wien.at www.leopoldmuseum.org
www.caffelatte.at www.7stern.at www.cafesperl.at






Die Natur der Dinge im Schmuckstück transformiert (03. Juli 2006)
"Durch meine Auseinandersetzung mit der Natur der Dinge erforsche ich Strukturen, Formen und Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen."
(edf) Seit 2001 gibt es Heike Elfrink Schmuck auf der Lindenstraße 142 am Hermannplatz. Bis 2004 in Cooperation mit der Hutdesignerin Laurence Leleux. Als sie sich damals für Geschäftsräume in Flingern entschied, entschied sie sich auch ganz bewusst gegen ihr damaliges Ladenlokal in der Düsseldorfer Altstadt und das, obwohl es an einer Straße mit viel Laufkundschaft lag. "Mir gefiel die Atmosphäre in Flingern, die kleinen, individuellen Ateliers, Werkstätten und Galerien in den alten Bürgerhäusern, die mit großen Platanen gesäumten Straßen", erinnert sich Heike Elfrink. 2001 entwickelte sich Flingern erst zum heute so beliebten Künstler- und Designerviertel. URSBOB, Icking, Blattgold, die Galerie Revolver waren bereits hier und zusammen mit deren Inhabern gehört auch Heike Elfrink zu den Gründungsmitgliedern von FLAUSEN.
Flausen steht für eine Cooperation junger, kreativer, innovativer Künstler und Designer, die unter diesem Motto Veranstaltungen organisieren, um sich und ihre Entwürfe einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Heike Elfrink ist Goldschmiedin. Schon während ihres Abiturs beschäftigte sie sich mit der Schmuckherstellung, auch wenn sie zuerst zwei Jahre lang Kunstgeschichte studierte und sich an der Kunstakademie einschreiben wollte. Vom Malen über die Fotografie entschied sie sich letztlich für die Goldschmiedekunst.
Sie selbst bezeichnet sich als detailverliebte Mikrokosmologin. So waren es schon bei der Fotografie die Makroaufnahmen, die sie interessierten. Kleine Dinge groß herausbringen, mit kleinen Dingen arbeiten, sie drehen und wenden, das ist ihre Leidenschaft und das lässt sich am besten in der Goldschmiedekunst. Die Arbeit eines Goldschmiedes ist für sie die Schnittstelle zwischen Kunst und Kunsthandwerk. Malerei und Fotografie sind stets zweidimensional. Im Schmuckstück kommt die dritte Dimension hinzu und es ist gerade das Objekthafte ihrer Arbeit, das sie so sehr liebt.

Silber, Gold, Kupfer, Kalt-Email und Tantal sind ihre Werkstoffe. Tantal, ein anthrazitfarbenes, reines Metall, so edel wie Gold, findet nur selten in der Schmuckherstellung Verwendung, weil es sehr hart ist und sich nur schwer verarbeiten lässt. Trotzdem oder gerade deswegen gehört Tantal zu Heike Elfrinks beliebtesten Werkstoffen. Edelsteine als geschliffene Cabouchons und Kugeln aber auch als Rohsteine werden bei ihr ebenso zu Schmuckstücken verarbeitet wie Filz, Gummidichtungen, Glasperlen, Silberdraht und emaillierte Naturmaterialien.

Immer auf der Suche nach der außergewöhnlichen Form mit ungewöhnlichen Materialien, überschreitet sie doch nie die Grenzen des Tragbaren. So ist jedes ihrer Schmückstücke sowohl avantgardistisch als auch traditionell, außerordentlich präsent und doch wieder von zurückhaltender Einfachheit, klar im Aufbau und zugleich liebevoll verspielt. Es ist dieses Spannungsfeld, das ihre Schmuckstücke beseelt und sie so ausdrucksstark macht. Dieses Spannungsfeld setzt sich fort in ihrem Verkaufsraum, dessen sakral strenge Linienführung von einem sparsam eingesetzten, energiereichen Orange als Wandfarbe gebrochen wird.

Das Atelier ist montags von 10:00 – 13:00, mittwochs von 14:00 – 18:00,
freitags von 12:00 – 19:00 und samstags von 12:00 – 14:00 geöffnet.
www.heike-elfrink.de
Leute heute in Düsseldorf-Flingern (20. April 2006)
Unter diesem Titel startet einkaufen-duesseldorf-flingern eine Serie, in der Menschen zu Wort kommen werden, die in Flingern leben und arbeiten. Was ihnen an Flingern gefällt oder nicht gefällte, was das Besondere an diesem Stadtteil ist, warum sie hierher gekommen sind, welche Ideen und Ziele sie verwirklichen wollen oder bereits verwirklicht haben.
Den Reigen eröffnet Diane Huttner, die Inhaberin des Café Scandal, dem Nachtlokal in Flingern, das Nachtschwärmer noch anlaufen können, wenn bereits die Bürgersteige hochgeklappt sind.

Diane betreibt das Café Scandal seit Januar 2005. Dass sie es gerade in Flingern eröffnete, ist einem Zufall zu verdanken. Seinerzeit, als der Gedanke, eine Gastronomie zu eröffnen, konkrete Formen annahm, entdeckte sie auf einer Fahrradtour eine Kneipe, die einen neuen Inhaber suchte. Kurzentschlossen, wie sie nun einmal ist, nahm sie Kontakt zum Vermieter auf und eröffnete bald darauf das Nachtcafé.
„Das Café Scandal hätte auch jederzeit in einem anderen Stadtteil sein können“, erzählt die Gastronomin heute, die selbst in Düsseltal wohnt.

Treffpunkt für nette Leute soll es sein und die gibt es bekanntlich überall. Viele Gäste kommen aus den umliegenden Straßen, aber ein Großteil kommt aus anderen Stadtteilen Düsseldorfs oder den umliegenden Städten. Das Flingern ein Szeneviertel sein soll, kann sie mit ihren eigenen Erfahrungen nicht unterschreiben und bezieht sich dabei nur auf Flingern-Nord. „Flingern ist zweigeteilt“, meint sie, „auf der einen Seite gibt es hier erzkonservative Bürger, auf der anderen Seite junge, Designer und Künstler mit neuen Ideen und Lebensformen. Beide Gruppen bleiben aber in ihrem eigenen abgeschlossenen Zirkel, in dem sie andere Anschauungen nur schwer integrieren können. Bewohner anderer Stadtteile schauen sie eher schief von der Seite an, wenn sie zum Beispiel in der Stadt erzählt, dass sie ein Lokal in Flingern hat. Szeneviertel Flingern hat sich noch nicht ins Bewusstsein der Nicht-Flingeraner eingegraben.

Was ihr an Flingern gefällt? Das konnte Diane spontan beantworten. „In Flingern gibt es eine gute Nachbarschaftshilfe. Man springt ein, man hilft aus, ähnlich wie in einem Dorf.“ Und so unterschiedlich Flingerns Bürger sind, so unterschiedlich auch seine Straßen. „Hier gibt es wunderschöne Straßen mit tollen alten Fassaden und ruhige, teilweise versteckte Parkanlagen, in denen man den Großstadtlärm vergessen kann.
Und welches Resümee zieht Diane nach einem Jahr Gastronomie? Bis heute bedauert sie nicht, das Café Scandal in diesem Stadtteil eröffnet zu haben. Die anfänglichen Schwierigkeiten sind überwunden. Die Flingeraner haben sich an das etwas andere Café gewöhnt und es schätzen gelernt. Es ist mittlerweise über die Grenzen Flingerns hinaus bekannt. „Wer sich früher heimlich bei mir hineingewagt hat, sitzt mittlerweile ganz öffentlich am Fenster.“, erzählt die Gastronomien. „Man muss halt Zeit und Geduld haben“, findet sie. Und sie hat noch viele Pläne. Im Café Scandal gibt es keinen Stillstand.
Kristin Dembny, Malerin (30 Januar 2006)
"Ich male, um meine Eindrücke noch einmal von außen betrachten zu können."
Geboren in Dresden, jetzt wohnhaft in Düsseldorf. Seit November 2005 Inhaberin des Ateliers auf der Hermannstraße 22 A. Und was liegt dazwischen werden Sie nun fragen. Dazwischen liegen ein Studium der Porzellanmalerei in der sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden und der Meissener Porzellanmanufaktur, ein Designstudium in der Künstlerwerkstatt München, Studienreisen nach Frankreich, Italien, Österreich, der Schweiz, Studium der Techniken der Portraitmalerei bei Senor Alejandro E. Morino in Barcelona und Jahre als freischaffende Künstlerin in Spanien.
Nun, frage ich, wissen Sie jetzt mehr über die Künstlerin? Hat sie mehr Kontur bekommen. Kann man sich die Person Kristin Dembny jetzt besser vorstellen? Lassen sich ihre Bilder besser einordnen und bewerten?
Wer das Atelier Kristin Dembny auf der Hermannstraße 22 A direkt neben der Hausnummer Ackerstraße 164 betritt, begegnet einer dynamischen, neugierigen, extrovertierten, fremden Menschen gegenüber aufgeschlossenen Frau, die jedem Besucher gleich die Schwellenangst und Vorstellung nimmt, ihr Atelier nur betreten zu dürfen, wenn man ernsthafte Kaufabsichten hat.

Sie plaudert mit ihren Gästen über Gott und die Welt, auch über sich und ihre zukünftigen Projekte und selbstverständlich zeigt sie auch gern in entspannter Atmosphäre ihre Arbeiten.
Aber zum Kauf eines Bildes fühlt sich keiner bei ihr verpflichtet, auch wenn so ganz nebenbei das eine oder andere Bild den Besitzer wechselt.

Bevor Kristin Dembny ihr eigenes Atelier eröffnete, hatte sie mit Gottfried Böhmer, dem künstlerischen Leiter der "Gesellschaft Freunde der Künste Düsseldorf-Berlin" zusammengearbeitet. Hat für dessen Goethe Jahr ein großformatiges Goethe Portrait gemalt und für die Exhibition eine Serie kleinformatiger Bilder, die von Vodafone gekauft wurden.
"Ich bin von klein auf malend durchs Leben gegangen. Malen ist für mich ein Selbstfindungsprozess. Ich muss meinen Eindrücken Form geben, sie darstellend veröffentlichen, damit ich sie noch einmal von außen betrachten kann.", erzählte uns die Künstlerin.

Alle ihre Arbeiten sind figurativ, mit Licht und Schatten spielend, hauptsächlich in Rot, Rotviolett und Blau gemalt. Eindrucksvoll sind ihre Bewegungsportraits, die alle etwas beängstigend Ungewöhnliches haben. Verschiedene Gesichtsausdrücke, die in reality hintereinander ablaufen erstarren im Bild nebeneinander und lassen es doppelbödig und hintergründig erscheinen: "Der Mensch hat mehrere Gesichter."

Neugierig geworden? Das Atelier ist täglich geöffnet ab 15 Uhr. Ende offen.
einkaufen-duesseldorf-flingern hat den Abend mit Kristin Dembny inmitten ihrer Bilder sehr genossen.









