Stadtteilleben Flingern 2007
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- In Flingern wird Kommunikation groß geschrieben: 15. September
- Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft ein tiefer Graben: 08. Juli
- Musik zwischen Tag und Traum: 01. Juli
- Schützenfest Flingern 2007: 24. Juni
- Glück gehabt mit dem Wetter 09 Juni 2007
- Stundenausfall der besonderen Art 06. Juni 2007
- In Flingern tut sich was. 08. Mai 2007
- Ein Hauch von Frankreich auf dem Hermannplatz 28. März 2007
- Breitere Gehwege oder punktuelle Veränderung der Birkenstraße? 08 März 2007
- Auftaktveranstaltung Stadtteilmarketing Birkenstraße: 17. Januar 2007
- Neues vom Birkenboulevard: 10. Januar 2007
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In Flingern wird Kommunikation groß geschrieben
(edf)
Da freuten sich die Organisatoren des diesjährigen Hermannplatzfestes: Bürgerinitiative Flingern, die Organisatoren des Internationalen Straßenfestes, Flin eV, die sich um die Birkenstraße kümmern und der neugegründete Bouleverein auf dem Hermannplatz "us de lameng". Bei strahlendem Sonnenschein, Live Musik und Ständen, die für das leibliche Wohl sorgten, trafen sich am Samstag, 15. September, zirka 150 Besucher auf dem Platz, zumeist junge Leute und Familien mit kleinen Kindern.Wie schon im letzten Jahr zu den PlatzDa! Veranstaltungen der Stadt Düsseldorf, ließen viele Bürger Flingerns die Gelegenheit nicht verstreichen, miteinander zu feiern. Kommunikation wurde großgeschrieben. Da wurden selbst die Boulespiele auf dem für diesen Tag angelegten Bouleplatz gleich neben den Tisch- und Bankreihen zur Nebensache und interessierte mehr die Spieler und Eingeweihten.

Die Besucher hatten alle Münder voll zu tun, mit Freunden und Bekannten, ins Gespräch zu kommen. Die meisten kannten sich, Unbekannte wurden schnell kennen gelernt. Hatten im letzten Jahr die Besucher der PlatzDa! Veranstaltungen Essen und Getränke noch selbst mitgebracht, sorgten in diesem Jahr die Gaststätte Schmalbauch, die Pizzeria Bella Ciao, das Eiscafé Cristallo und der Weinladen, allesamt auf der Birkenstraße ansässig, für das leibliche Wohl. Es gab nichts umsonst, aber die Preise waren moderat: Eine Bratwurst für zwei Euro, ebenfalls ein Glas Wein.
Im Oktober dieses Jahres soll der Hermannplatz umgebaut werden und einen fest installierten Bouleplatz erhalten. Eine gute Idee. Die Marktleute nahmen die Veranstaltung gelassen. Sie waren kurzerhand mit ihren Ständen vom Hermannplatz verwiesen worden und mussten sie auf der Hermannstraße aufbauen. "Wir haben von vornherein weniger Ware mitgebracht. Der Umsatz wird heute nicht so gut werden", erzählten sie, "Aber wir können es verschmerzen, wenn so eine Samstagsveranstaltung nur einmal im Jahr stattfindet."

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft ein tiefer Graben
Da flatterte uns doch vor einiger Zeit der Pfarrbrief "Miteinander" des Pfarrverbandes Flingern/Düsseltal in den Briefkasten. Im Editorial schrieb Pfarrer Ansgar Steineke die begleitenden Worte. "Nichts trifft die Absicht Gottes, wie wir ihn als Christen glauben, besser als dies: den Menschen zugewandt." Hört sich gut an. Und weiter schreibt er "Auch dieser Pfarrbrief soll ein Beitrag dazu sein, dass wir uns bemühen, uns als Gemeinde nicht hinter unseren Kirchenmauern zu verschließen, sondern auf die Menschen hier zuzugehen." Sehr glaubwürdig, wurden doch die Kirchenmauern für die höchst empfehlenswerte Veranstaltungsreihe "Sommernachts-musik" aufgeschlossen mit abschließenden Gesprächen bei Wein und Wasser. Wir berichteten an dieser Stelle darüber. Auch wir wollten an dieser Veranstaltungsreihe partizipieren, was gemeinsam nur in Begleitung unserer Hunde möglich war. Selbstverständlich fragten wir nach, ob das gestattet sei. Die Hunde seien gut erzogen, wir würden uns fern anderer Besucher im hintersten Kirchenschiff aufhalten und, sobald der letzte Ton verklungen sei, verschwinden. Es wurde uns gestattet und so freuten wir uns auf die Zeit zwischen Tag und Traum.
Es sei vorweggenommen. Dieser Abend war weder kontemplativ noch mystisch. Er war ein Erlebnis der besonderen Art. Denn kaum, dass wir die Kirche betreten hatten, tauchte ein Mann auf und befahl in harschem Ton: "Sie verlassen sofort die Kirche. Der schüchterne Einwand, gefragt zu haben, wurden beschieden mit der Antwort: "Ich bin hier der Hausherr. Sofort raus." Und dann wurden wir abgeführt wie die armen Sünder. Also das musste Pfarrer Steineke sein. Er hatte sich als Hausherr bezeichnet. Und das musste sein Verständnis von 'Menschen zugewandt sein'. Verstehen wir uns nicht falsch. Inhaltlich kann man verschiedener Meinung sein. Was dem einen recht, muss dem anderen noch lange nicht billig sein. Aber es gibt in unserer Kultur Umgangsformen. Umgangsformen, die besagen, dass man seinen Gegenüber grüßt, dass man sich vorstellt und dass man dann sein Anliegen freundlich vorbringt. Umgangsformen, geschaffen für ein respektvolles Umgehen miteinander. Ein Angestellter der katholischen Kirche und Leiter einer Gemeinde sollte zumindest diese Umgangsformen beherrschen, will er seine Aufgabe und sich selbst nicht ad absurdum führen. "Ich freue mich, wenn Sie uns unser Interesse an Ihnen abnehmen und, falls Sie mögen, reagieren." Das waren seine Abschlussworte im Editorial des Pfarrbriefes. Nun, wir haben reagiert.
Musik zwischen Tag und Traum
(edf) Wer jetzt im Juli sonntags um 22 Uhr über den Kirchplatz der Liebfrauenkirche in Flingern geht, bleibt sicherlich verwundert stehen. Denn ganz ungewohnt zu dieser Zeit sieht er durch die geöffneten Kirchenportale Menschen in der Kirche sitzen, hört Musik nach draußen schallen.
Immer in den Sommerferien gibt es die Veranstaltungsreihe Sommernachtsmusik in der Liebfrauenkirche in Flingern. Ins Leben gerufen wurde sie 2002 vom Organisten und Chorleiter der Liebfrauenkirche Christof Krippendorf. In den Sommerferien, wenn das Leben etwas zur Ruhe kommt, lädt er zur Sommernachtsmusik zwischen Tag und Nacht in die Kirche ein. Von Barock bis Jazz, von Orgelkonzerten, Kammermusik bis hin zu Volksliedern und Chorgesang reichen die musikalischen Darbietungen.
Der Veranstaltungsreihe vorgeschaltet sind die Chortage, ein einwöchiger Chorworkshop, zu dem Krippendorf all diejenigen einlädt, die immer schon mal gerne in einem Chor singen wollten oder diejenigen, die früher schon in einem Chor gesungen haben und es zumindest für eine Woche neu beleben möchten. Eine Woche lang treffen sich diese Menschen täglich auf der Orgelbühne der Liebfrauenkirche und proben gemeinsam mit dem Chorleiter Traditionals und Volkslieder ein, die dann, mit Beginn der Sommernachtsmusik in der Kirche vorgetragen werden.
Mittlerweile ist diese Veranstaltungsreihe ein fester Programmpunkt in der Liebfrauengemeinde in Flingern, der im Laufe der
Jahre nicht nur die Gemeindemitglieder anspricht sondern verstärkt Musikliebhaber unabhängig von Gemeinde- oder Konfessionszugehörigkeit. Und das verwundert nicht. Abends um halb zehn, wenn die Sonne langsam untergeht und Dämmerung sich über das Tageslicht legt, dann ist die Kirche ein Ort der Kontemplation. Und Gesang und Musik werden in diesem Raum zu einem mystischen Erlebnis, das kein Musiksaal nachahmen kann.
Am letzten Sonntag, erster Juli, fand das Chorprojekt mit der Aufführung "Wohlauf in Gottes schöne Welt" seinen Abschluss. Dazu spielten Monika Strahl und Kamini Govil-Willers auf Blockflöten, Gems- und Krumhörnern und dem Renaissance Dudelsack unterhaltsame Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Noch vier Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Am achten Juli Präludien und Sonaten von Barock bis Romantik auf der Orgel. Kammermusik des Barocks am 15. Juli, ein Orgelkonzert mit dem Basilikaorganisten Elmar Lehnen aus Kevelaer am 22. Juli und Gesänge von Liebe und Tod mit dem Ensemble Vox Clamantis am 29. Juli.


Impressionen vom Schützenfest 2007 in Flingern












(edf) 240 Stände auf 1200 Meter. 2500 Preise unter 7000 Losen. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Am Samstag, neunter Juni, öffnete das Internationale Straßenfest Flingern zum 29sten Mal seine Straßen und Stände. Der Wettergott hatte nach anfänglichen Regengüssen und Gewitter ein Einsehen und es konnte getrödelt werden, was das Zeug hielt.Für Kurzweil und gute Laune sorgten auch in diesem Jahr wieder das Fanfarencorps Schwarz-Weiß und die Fischgesichter.
Neben den üblichen Trödelständen gab es auch Stände von Initiativen, Vereinen und Schulen, die sich in Flingern vorstellen wollten. Unter anderem vertreten waren Zentrum Plus, der AWO- Ortsverein Flingern, die AWO Begegnunsstätte, Diakonie „Leben im Alter“, Haus des Gebetes, Binational in Düsseldorf, die Drogen Ambulanz, die Gemeinschaftsgrundschule Flurstraße, die Emil-Kästner-Schule und die Heinrich-Heine-Gesamtschule. Mit dem Erlös aus Standmiete und Tombola werden die pädagogischen Spielplatzbetreuung am Hermannplatz finanziert, ein bunter Nachmittag für Seniorinnen und Senioren gestaltet und eine Ferienwoche auf einem Reiterhof in der Südeifel für 25 Kinder organisiert.


Stundenausfall der besonderen Art
(edf) Am fünften Juni ist es endlich soweit gewesen. 37 Schüler der Montessori Hauptschule am Hermannplatz in Flingern freuten sich auf die Preisverleihung. Im Rahmen der Tütenaktion „Flingern sieht Rot“ haben sich die Fünftklässler dieser Schule unter dem Motto „Zauberhaftes Flingern“ eigene Gedanken über diesen Stadtteil gemacht. Ganz schön kreativ sind sie gewesen. Haben gezeichnet, gemalt, getextet.
Da gab es den Pragmatiker, der ganz unverblümt dazu aufrief, nicht in der Stadt, sondern in Flingern einzukaufen. Den Idealisten, der jetzt für Flingern kämpft, weil Flingern ihm geholfen hat. Andere wiederum haben die wunderschönen, alten Häuser des Stadtteils ins Herz geschlossen und sie gemalt. Oder die Hunde, de ihnen im täglich auf den Straßen Flingerns begegnen. Melanie, Quidat, Taner und Timmi staubten die ersten vier Plätze ab.
Schon Wochen vorher traf sich die Jury nachmittags in der Montessori Schule, um zu sichten und zu bewerten. Leicht ist ihr die Aufgabe nicht gefallen. Yvonne Hofer (Düsseldorfer Anzeiger), Brigitte Klasen (Regenbogen Buchhandlung), Annabel Krome (angehende Lehrerin) und Hans Heinz Roth (einkaufen-duesseldorf-flingern.de) fiel es schwer, aus so vielen gleichwertigen Gestaltungen eine Auswahl zu treffen, bis schließlich das Ergebnis feststand. Ein Sonderpreis ging an Tina. Sie bewies mit ihrer Gestaltung sehr viel Wortsinn und Wortspielerei. „Flingern ist schön. Es hat viele Geschäfte.“ war ihr Text. Das Bild dazu Hunde. Einer, der sich gerade niederließ, um sein Geschäft zu verrichten.
Die Fünftklässler der Montessori Schule am Hermannplatz zeigten sich am fünften Juni um 10 Uhr von ihrer besten Seite. Neugierig, zugewandt, interessiert, aufmerksam, höflich, hilfsbereit und stolz zeigten sie sich an diesem Morgen den Gästen, die sie für ihren Einsatz ehren wollten. Ein Empfangskomitee erwartete bereits Brigitte Klasen, Bärbel Hanenberg-Kranz und Hans Heinz Roth auf dem Schulhof, die vollbepackt mit roten Tüten und Preisen in die Klassenräume geleitet wurden.
Nach den obligatorischen Fotos saßen dann alle gespannt auf ihren Plätzen, beklatschten jeden Preisträger und freuten sich über die eigenen Geschenke. Brigitte Klasen von der Regenbuchhandlung stiftete für die ersten vier Preisträger Bücher und Kassetten. Das Flingernportal „einkaufen-duesseldorf-flingern“ für alle 37 Kinder T’shirts, Zeitschriften (National Geographic, Kinder) und Skizzenbücher und für die ersten vier Memoriespiele. Die Montessori Schule am Hermannplatz kann stolz auf ihre Fünftklässler sein. Und wir alle stolz auf die nachfolgende Generation.









Der Rest des Jahres verspricht in Flingern spannend zu werden. Seit März 2007 gibt es den Flingern Salon, eine Initiative des Flingern Portals""einkaufen-duesseldorf-flingern". Fernab von Vereinsmeierei und Stammtischgesprächen laden wir zum Flingern Salon Einzelhändler, Künstler und Designer zum monatlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch und zur Planung und Umsetzung gemeinsamer Marketing Aktionen ein. In kürzester Zeit ist es gelungen, ein langfristig angelegtes Marketing Projekt auf die Beine zu stellen, das unter dem Slogan "Whats up in Flingern?" Ende Mai startet und Flingern und seine Geschäfte in den Focus seiner Bewohner und Anrainer bringen wird.
Es beginnt mit einer gemeinsamen Tütenaktion. Unter dem Motto "Flingern sieht Rot" werden Tausende von hochwertigen, roten Einkaufstüten in den Umlauf und auf die Straße gebracht. Eine Tütenseite ist Werbefläche für das jeweilige Geschäft, die andere hat einen gemeinsamen Aufdruck. In diese Aktion eingebunden ist die Montessori-Hauptschule am Hermannplatz in Flingern. Die Fünftklässler dieser Schule machen sich auf ganz besondere Art Gedanken zu den roten Tüten. Unter dem Motto "Unser märchenhaftes Flingern" gestalten sie 100 Stück mit Gedichten, Märchen und Bildern. Die Tüten werden ausgestellt, die besten von einer Jury ausgewählt und prämiert. Alle Kinder erhalten einen Sachpreis,die Schule einen Scheck für ihre weitere kreative Arbeit.
Am 31. Mai geht es weiter mit "flingern at night". Shoppen bis 24 Uhr. Einkaufen, feiern, genießen ist angesagt. Sonderaktionen, Veranstaltungen und Rabatte in allen teilnehmenden Geschäften, Ateliers, Galerien und Locations.
Im Juli gibt es die "Flingern Ralley". In den Geschäften und Ateliers werden Bilder mit Motiven aus Flingern gezeigt. Unter dem Motto "Wo hab ich das denn nur gesehen" muss ein vorher bekannt gegebenes Bild gesucht und erkannt werden. Als erster Preis winkt eine Wochenendreise. Außerdem sind noch weitere hochwertige Sachpreise zu gewinnen.
In Planung aber ebenfalls in diesem Jahr "Blickpunkte Flingern, Flingern von seiner besten Seite"und "Glanzlichter Flingern", ein Fest auf dem sich Flingern und seine Gäste feiert.
In den nächsten Tagen werden die Geschäfte, Ateliers und Locations veröffentlicht, die am 31. Mai zu "flingern at night" mitmachen werden. Lassen Sie sich überraschen. Es gibt viele interessante Veranstaltungen. Flingern und seine Geschäfte zeigen, wie kreativ und kommunikativ dieser Stadtteil ist.
Ein Hauch von Frankreich auf dem Hermannplatz
(edf) Im schönsten Teil Nordflingerns liegt der Hermannplatz, umgeben von alten Platanen, zentral und doch ruhig. Ein schöner Platz für Kinder sollte er sein. Ein Platz an dem sich die Anwohner zum Klön treffen können. Stattdessen ein Platz des Ärgernisses. Die Toiletten geschlossen, die Bänke verdreckt.
Hohe Betonmauern verhindern den Einblick. Selbst die vor Jahren bemalten Betonwände können die Tristess nicht übertünchen, die von der Begrenzung ausgeht und so manchen davon abhält, den Platz zu betreten.
Mit Einbruch der Dämmerung ein Treffpunkt zwielichtiger Gestalten und Jugendlicher, die im Schutz der Mauern und Ecken mit Bierflaschen randalieren.
Nun soll alles anders werden. Jens Gabe vom Büro FSW Landschaftsarchitekten ist mit der Aufgabe betraut worden, dem Platz ein freundliches Aussehen zu geben.
Er lud zusammen mit dem Gartenamt Düsseldorf und dem Stadtteilbüro Flingern/Oberbilk am 23. März die Anwohner vor Ort ein, um gemeinsam mit ihnen Ideen auszutauschen. Wünsche gab es viele: mehr Spielgeräte, bessere Einsicht in den Platz, Wegfall der Mauern, eine Beleuchtung, Wiederherstellung und Öffnung der Toiletten. Auch das Hundeklo vor dem Platz soll einen anderen Ort bekommen. Anstelle des Kiosks wurde ein Café vorgeschlagen. Viele Wünsche auf einmal. Wie viel Geld für die Neugestaltung zur Verfügung steht, wurde nicht genannt.
Trotz aller Ideen blieben die Anwohner skeptisch. In der Vergangenheit wurde der Hermannplatz bereits umgestaltet, ohne die Probleme in den Griff zu bekommen.Eine sehr gute Idee kam an diesem Nachmittag von Wieland Freudiger. Er schlug vor, einen Boule-Platz einzurichten. Zum einen zieht das Boulespiel Menschen, Spieler und Zuschauer, auf den Platz und bringt ihn dadurch unter eine soziale Kontrolle. Zum anderen wird vielleicht so mancher Flingeraner jung und alt darüber angeregt, ein neues Hobby zu entdecken.
Bis Ende Mai werden die Umgestaltungspläne vorliegen, damit sie zum Jahresende umgesetzt werden können.
Breitere Gehwege oder punktuelle Veränderung der Birkenstraße?
Nach der ersten Auftaktveranstaltung zum Stadtteilmarketing am 29. Januar in der Montessori-Schule hat die Stadt Düsseldorf Bewohner, Geschäftsleute, Hausbesitzer und interessierte Flingeraner am achten März zum zweiten Mal in die Montessori-Schule am Hermannplatz in Flingern geladen.
Dass die Birkenstraße verändert werden soll, steht schon seit einiger Zeit fest. Das Planungsbüro Kloppe aus Gerresheim war beauftragt worden, Vorschläge zur Gestaltung des Straßenraums auszuarbeiten und vorzustellen. Man wollte die Meinung der in Flingern Ansässigen dazu hören und deren Ideen und Vorschläge mit in die Straßenentwicklung einbeziehen. Denn wie und in welchem Ausmaß eine Veränderung des öffentlichen Raumes auf der Birkenstraße stattfinden soll, das wiederum will die Stadt aus der Zusammenarbeit mit Hausbesitzern, Geschäftsinhabern und Anwohnern entwickeln.
Drei Vorschläge wurden an diesem Abend ins Gespräch gebracht.
Vorschlag eins: Vier Meter breite Bürgersteige. Die bestehenden Parkbuchten werden zur Straßenmitte verschoben, die zweite Reihe fällt weg. Vorteil: Breitere Bürgerstraße lassen die Möglichkeit zu, die andere Seite der Straße ebenfalls mit Bäumen zu bepflanzen. Durch die Verengung der Fahrbahn komme es zu einer Beruhigung des Verkehrs. Die Gastronomie auf der Birkenstraße habe Platz für eine Außenterasse.
Das Planungsbüro Kloppe hatte im letzten Jahr durch Umfragen und Beobachtungen festgestellt, dass 80% der Kunden zu Fuß kommen. Dass es keine generelle Parkplatznot auf der Birkenstraße gebe, denn die in der zweiten Reihe abgestellten Autos hätten zum überwiegenden Teil in die vorhandenen Parkbuchten rangiert werden können.
Vorschlag eins deckt sich erfreulicherweise in den meisten Punkten mit dem Vorschlag von einkaufen-duesseldorf-flingern, der seit November 2006 zur Diskussion in unserem Forum steht. Gegen Vorschlag eins gibt es verkehrsplanerisch kaum Vorbehalte. Vorbehalte gab es aber aus dem Publikum. Ein Hausbesitzer wollte lieber eine Veränderung in kleinen Schritten, denn die Kosten, die ihm durch diesen Umbau entstehen werden, könne er zu Lebzeiten nicht mehr über die Mieten einspielen.
Von den Geschäftsleuten kam der Einwand, dass es möglicherweise keine Be- und Entladeflächen für Lieferwagen gebe.
Bewohner der Birkenstraße wiederum fanden ein strengeres Durchgreifen gegen Hundebesitzer, die den Kot ihrer Tiere nicht beseitigten, wichtiger als jede Umbaumaßnahme.
Andere Flingeraner brachten neue Vorschläge ins Gespräch wie z.B. eine punktuelle Veränderung der Birkenstraße, einen publikumsfreundlicheren Durchgang Wetterstraße oder Reklamestelen als Beleuchtungsmöglichkeiten der dunklen Gehwege.
Schwieriger zu lösen ist Vorschlag zwei des Planungsbüros. Ein Radfahrweg soll auf der Birkenstraße integriert werden. Selbst auf breiteren Bürgersteigen werde ein Radfahrweg zur Benachteiligung der Passanten und möglicherweise zu Unfällen führen. Andererseits sei ein Radweg auf der Fahrbahn wiederum mit Risiken für die Radfahrer verbunden, die bei einem Ausweichmanöver sehr schnell in die Straßenbahngleise geraten können. Bleibt die Frage, ob ein Radfahrweg überhaupt verwirklicht werden soll.
Vorschlag drei beschäftigte sich mit der Verwirklichung von breiteren Bürgersteigen und zusätzlichen Parkplätzen. Dieser Vorschlag war eher utopisch, denn mehr Parkplätze könnten nur unterirdisch verwirklicht werden. Dazu fehlen allerdings die Mittel.
Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung waren am achten März nur cirka 60 Gäste gekommen. Und das, obwohl bei dieser Veranstaltung über konkrete Vorschläge diskutiert werden sollte. Alle Anregungen und neuen Ideen aus dem Publikum werden nun vom Planungsbüro Kloppe ausgewertet und am 18. April noch einmal in der Aula der Montessori-Schule am Hermannplatz vorgestellt. Also wer nicht kommt, kann auch nicht in den Entscheidungsprozess mit eingreifen.
Auftaktveranstaltung Stadtteilmarketing Birkenstraße
Von der Klagemauer zum Boulevard
(edf) Am 29. Januar 2007 um 19:30 Uhr ist es soweit.
In Flingern hängen bereits die Plakate und in den Geschäften liegen die Flyer aus. Das Stadtplanungsamt Düsseldorf lädt alle Geschäftsleute, Hausbesitzer und Bürger Flingerns in die Aula der Montessori-Schule am Hermannplatz ein. Die Birkenstraße soll verschönert werden. Und dafür sind Ideen und Vorschläge gefragt. Gemeinsam mit den Bürgern und Geschäftsleuten in Flingern will die Stadt Düsseldorf die Neugestaltung der Birkenstraße planen. Eine Gelegenheit für alle, an der Attraktivität des Stadtteils mitzuwirken, sich untereinander und die Macher im Stadtplanungsamt kennenzulernen.
Also Meckern ist out. Kreativ und konstruktiv sein ist gefragt. Die Gunst der Stunde und die Möglichkeiten beim Schopf fassen ist angesagt.
Wann sonst gibt es noch einmal die Gelegenheit, gemeinsam und mit finanzieller Unterstützung von Stadt und Land den eigenen Stadtteil zu verschönern.
Und damit der Mund vom Reden nicht trocken wird: Für Getränke ist bei dieser Veranstaltung gesorgt.
Nichts wie hin!
Montag, 29. Januar 2007,
19:30 Uhr
Aula, Montessori-Schule am Hermannplatz
Lindenstraße 140
Düsseldorf-Flingern
Neues vom Birkenboulevard
Die gute Nachricht zuerst: Es geht weiter
(edf) Zur dritten Sitzung haben die beauftragten Büros büro frauns Münster und Stadt + Handel, Dortmund zum Thema „Einzelhandelsbasiertes Stadtteilmarketing Flingern“ am 14. Dezember 2006 die bisher Agierenden in die Räume der Bezirksvertretung auf der Grafenberger Allee 68 eingeladen.
Das Stadtplanungsamt war durch Herrn Hübinger als zuständigem Abteilungsleiter, der Einzelhandelsverband durch Herrn Gallus vertreten. Außerdem anwesend waren zwei Vertreter der Interessengemeinschaft Birkenstraße und einkaufen-duesseldorf-flingern in Personalunion als Redaktion und Vertreter der Kaufmannschaft.
Anhand von Schaubildern wurden in komprimierter Form die vorhandenen Raumgrößen, deren derzeitige Belegung, die agierenden Branchen und die Leerräume dargestellt.
In der anschließenden Diskussion wurde von Herrn Hübinger unmissverständlich erklärt, dass erst nach Vorlage eines schlüssigen Konzeptes die Stadt Düsseldorf über die Vergabe der erforderlichen Mittel entscheiden könne. Dass dieses Konzept in Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten, Hausbesitzern und Flingeraner erarbeitet werden soll. Im Klartext heißt das: Der Prozess kann letztlich nur durch den vollen Einsatz aller gefördert werden.
In einer öffentlichen Veranstaltung werden die mit den Gutachten beauftragten Büros am 29. Januar 2007 die Ziele des Einzelhandelsbasierten Stadtteilmarketings in der Aula der Montessorischule am Hermannplatz in Flingern vorstellen. Zu dieser Veranstaltung sind schon heute alle Hauseigentümer und Geschäftsleute der Birkenstraße als auch der umliegenden Straßen und selbstverständlich alle Bewohner Flingerns herzlich eingeladen.
Durch zum Teil persönliche Einladungen, aber auch mit Flyern und Plakaten wird auf diesen Termin ab Mitte Januar hingewiesen.
Machen Sie mit! Denn nur mit Ihrem Engagement kann Veränderung einsetzen und zwar in Ihrem Interesse.









